Während die Arbeiten an der Hauptorgel, die 3.600 Orgelpfeifen und 48 Register besitzt, weitestgehend abgeschlossen sind, entsteht auf der Empore darunter ein zusätzliches Schwellwerk mit 1.600 Orgelpfeifen. Schuke schreibt dazu auf  www.schuke.de: "Das sogenannte Auxiliar wird … typisch romantische Klangfarben erhalten, die den bestehenden Instrumenten bisher fehlen. Durch die zusätzlichen 25 Register gewinnt die Orgel ein sinfonisches Klangbild." Damit nicht genug: Die rund 750 Pfeifen der im Jahr 2005 implantierten Chororgel werden um 54 bis zu 5 Meter hohe Basspfeifen erweitert, während auf der Empore gegenüber ein neues Solowerk entsteht. Eingehaust in Fichtenholz, in das zur besseren Schallbrechung MDF-Platten eingeleimt ist, finden hier weitere 500 Orgelpfeifen Platz. Ein Hochdruck-Register für Horn-, Kornett-, Seraphon- und Flöten-Klänge. Das Schwellwerk ermöglicht den Schallaustritt seit- und himmelwärts. "All das zusammen ergibt eine klangliche Erweiterung um das Doppelte", prophezeit Fred Litwinski, "es weiß noch niemand, wie es wirkt, aber es wird toll!" Bei Schukes ist man überzeugt: "Die sinfonische Orgelanlage wird nahezu einzigartig in der deutschen Orgellandschaft sein."
Nicht weniger beeindruckend als die Dreiecksanordnung der dann 6.500 Orgelpfeifen auf vier Klangebenen, ist die Dreifachkombination der Spieltische. Eine Geschichte für sich, die ins Jahr 1993 zurückführt. Bei der damaligen Orgelsanierung schien der 1936 eingebaute Spieltisch entbehrlich und wurde einem Schuke-Lehrling geschenkt, der sich daraus eine Bar bauen wollte. Als nun das neuerliche Orgel-Projekt angedacht war, trauerte man dem alten Tisch nach – bis  Litwinski im Januar 2017 den Hinweis erhielt, die Orgel stünde unangetastet bei dem Ex-Lehrling, der beruflich umgesattelt hatte, in der Garage. Schnell wurde man sich einig, den Spieltisch gratis zurückzuholen mit Zwischenstopp in der Werkstatt. Restauriert steht er nun seit wenigen Tagen in der Kirche zum Einbau bereit – wie noch zwei weitere nagelneue: Der Spieltisch der Hauptorgel wird ersetzt und der fahrbare Spieltisch – ebenfalls mit fünf Manualen ausgestattet – seinen Ausgangspunkt unter der Empore mit dem neuen Hochdruckregister finden. Der 1936er Tisch soll auf der Orgelempore platziert werden und nur das ansteuern können, wofür er einst gedacht war. Immer getreu Litwinskis Motto: "Wir wollen nicht den Fehler der Vorfahren wiederholen, Altes raus- und Neues rein tun, sondern erhalten, was da ist. Und es sinnvoll ergänzen."