Zeugen informierten die Polizei über einen Verkehrsunfall in Rotscherlinde, bei dem sich ein Fahrzeug überschlagen habe. Ein 24-jähriger Mittelmärker war mit seinem nicht zugelassenen Mitsubishi aus Krahne kommend in Richtung Rotscherlinde gefahren. An der Einmündung zur Bundesstraße 102 wollte der Mann dann nach links in Richtung Brandenburg abbiegen, unterschätzte jedoch seine Geschwindigkeit und verlor dabei die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Pkw geriet ins Schleudern, überschlug sich und kam dann auf dem dortigen Pendlerparkplatz, auf dem Dach liegend zum Stillstand. Der Fahrer blieb unverletzt.

Märchen für die Polizei

Als die Polizeibeamten an der Unfallstelle eintrafen, war auch der 24-jährige Fahrzeugeigentümer vor Ort. Dieser behauptete, dass ihm das Fahrzeug in der Nacht entwendet worden ist, er es aber gerade rein zufällig an der Unfallstelle wiedergefunden habe – auf seinem Arbeitsweg. Die am Mitsubishi angebrachten Kennzeichen gehörten ursprünglich an einen Ford, der jedoch seit dem Jahr 2017 außer Betrieb gesetzt ist. Die Beamten führten eine Spurensicherung durch und nahmen eine Verkehrsunfallstrafanzeige auf. Wenig später meldete sich der 24-Jährige bei der Polizei und revidierte seine Angaben.

Das Geständnis

Er räumte ein, nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis zu sein und ohne den Mitsubishi pflichtversichert zu haben, mit falschen Kennzeichen am Morgen gefahren zu sein. Auch habe er den Unfall verursacht. Die Kriminalpolizei führt nun Ermittlungen gegen den 24-Jährigen wegen mehrerer Verkehrsstraftaten sowie wegen des Vortäuschens einer Straftat. Der Mitsubishi war nicht weiter fahrbereit und musste abgeschleppt werden.