Geballte Frauen-Power macht’s möglich, das Mädchen in Brandenburg an der Havel nun einen eigenen Treffpukt haben – im ehemaligen „Café Undine“ im Haus der Fouqué-Bibliothek am Altstädtischen Markt. Endlich. Beinah drei Jahre ist es her, dass die damalige Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Kornelia Köppe, mit vier weiteren starken Frauen die Idee hatte, in Brandenburg an der Havel einen „Mädchen-Treff“ zu schaffen. „ Es ist kein Modetrend, es ist notwendig  – zur Förderung der Selbstbestimmung, als wichtige Präventionsarbeit und um ihnen ihre vielfältigen Möglichkeiten aufzuzeigen“, fasste die Landesgleichstellungsbeauftragte Manuela Dörnenburg zur Eröffnung zusammen.

Das Thema der Gleichbehandlung

Auch Bürgermeister Michael Müller weiß, dass „das Thema der Gleichbehandlung noch immer nicht bei allen angekommen ist.“ Er versteht den „Mädchen-Treff“ als „einen wichtigen Ort, an dem sich Mädchen ausprobieren können.“
Landesweit gibt es erst fünf solcher Mädchen-Projekte, „aber viel mehr Gründe, warum wir solche Orte brauchen“, so Dörnenburg. Beispielsweise um solchen Fragen nachzugehen: Warum werden Frauen schlechter entlohnt als Männer? Warum ist eine Frauen-Frisur teurer als ein Herrenschnitt? Das zu ändern, bedarf es starker Frauen, die unter anderem im „Mädchen-Treff“ heranreifen können.

Träger ist der Demokratische Frauenbund

Die Trägerschaft hat der Demokratische Frauenbund übernommen und Doreen Charlet als Projektleiterin angestellt. Sie hat in Vorbereitung der Eröffnung schon 16 Mädchen um sich scharen können, die bei der Einrichtung und Ausgestaltung der drei Räume geholfen haben. Und beim Veranstaltungsplan für den Monat August, in dem der Treff erstmal nur donnerstags und freitags, je 15 bis 17 Uhr, geöffnet ist:

Das August-Programm

12.8. „Kreativzeit – Wir gestalten? Mit coolen Sprüchen!“
13.8. „Wir planen unseren eigenen Mädchen-Treff-Blog“
19.8. „Kreativzeit – Wir basteln Tagebücher“
20.8. „Wir planen eine Mädchenmesse“
26.8. „Wir bereiten einen gesunden Salat zu“
27.8 „ICH ist das Thema zum Basteln, Austauschen und mehr“.
Mädchen, die Lust auf Gemeinschaft und die Veranstaltungen haben oder einen Rückzugsort brauchen, können einfach vorbeischauen. Je nach Zuspruch ist eine Ausdehnung der Öffnungszeiten alsbald möglich.