Um ein Zeichen gegen die Arbeitgeber und deren Verbände zu setzen, machten die in der IG Metall organisierten Mitarbeiter der Heidelberger Druckmaschinen AG (HDM), des Brandenburger Elektrostahlwerks (BES) und der ZF Getriebe Brandenburg GmbH (ZF) mobil. Gemeinsam brachen sie am Dienstagmittag an ihren jeweiligen Betriebsstandorten zu einem Warnstreik mit Autokorso auf. Ihr Ziel: das Festgelände am Wiesenweg. Rund 200 Autos und um die 50 Radler kamen dort zu der von der IG Metall organisierten Veranstaltung an.

IG Metall will Forderungen durchsetzen

Weil in der laufenden Metaller-Tarifrunde aus Sicht der Gewerkschaft keine Lösungen in Sicht sind, hatte die IG Metall in Brandenburg an der Havel, in Berlin und auch in Sachsen zu Warnstreiks aufgerufen. Ihre Forderungen: vier Prozent mehr Entgelt, das je nach der finanziellen Situation der Betriebe auch in Maßnahmen der Beschäftigungssicherung investiert werden kann, eine Angleichung der Ost- an die Westlöhne, die Verlängerung der Tarif- und Werkverträge sowie die Umsetzung der Gesprächsverpflichtung für Werksstudenten. Wie Stefanie Jahn von der IG Metall vor den versammelten Metaller klarmachte, seien die bisher von den Arbeitgebern unterbreiteten Angebote inakzeptabel.

Weitere Warnstreiks möglich

Sie betonte: „Die Beschäftigten erhöhen den Druck auf die Arbeitgeber, endlich ein echtes Angebot vorzulegen und insbesondere in der Frage der Ost-West-Angleichung ihre Verweigerungshaltung aufzugeben." Sollte es seitens der Arbeitgeber kein vernünftiges Angebot geben, sollen die Warnstreiks ausgeweitet werden: „Wir werden zeigen wo der Hammer hängt oder eben auch auch nicht und fällt, wenn die Arbeit niedergelegt wird“, so die Gewerkschafterin abschließend.