Erneut haben unbekannte Betrüger mit einer bekannten Masche versucht, an die Ersparnisse einer Seniorin zu kommen. Dafür jagten sie der Dame einen großen Schreck ein: Die Frau aus Nahmitz erhielt am Mittwochvormittag einen Anruf – angeblich von der Polizei. Die Enkelin habe eine Radfahrerin überfahren, die gestorben sei und nun müsse die Oma mehrere zehntausend Euro zahlen, damit ihre Enkelin nicht in Haft muss, hieß es. Die angerufene Seniorin behielt jedoch einen kühlen Kopf und stellte Nachfragen. Daraufhin wurde das Gespräch beendet. Anschließend rief die Frau selbst die Polizei und zeigte den Betrugsversuch an.

Immer wieder „Schockanrufe“

Immer wieder kommt es im Bereich der Polizeidirektion West zu diesen sogenannten „Schockanrufen“, bei denen grausige Szenarien vorgespielt werden – teilweise sogar mit schreienden oder schluchzenden angeblichen Enkeln oder Kindern am anderen Ende der Leitung.
„Um einen möglicherweise hohen finanziellen Schaden – auch durch andere Betrugsmaschen – bei den meist davon betroffenen älteren Bürgern zu vermeiden, können vor allem auch die ECHTEN Kinder und Enkel vorbeugend etwas tun. Sprechen Sie mit ihren Angehörigen über die gängigen Praktiken der Betrüger – Enkeltrick, Schockanrufe, Falsche Polizisten,“ lautet die eindringliche Botschaft aus der Polizeidirektion.

Tipps und Hinweise

Tipps und Hinweise sind auf www.polizei.brandenburg.de und auf www.polizei-beratung.de zu finden. Abschließend heißt es: „Außerdem stehen Ihnen die Kolleginnen und Kollegen der polizeilichen Kriminalprävention in der für Sie zuständigen Polizeiinspektion für Fragen zur Verfügung. Denn helfende Finanzspritzen sollten stets bei den echten Enkeln oder Kindern landen – und nicht bei kriminellen Betrügern!“