Der Fliegerklub Brandenburg (FKB) konnte bei der Hitzeschlacht am vergangenen Wochenende mit dem 33. Rundenplatz den 11. Gesamtrang verteidigen. Dabei waren sich die Wetterprognosen für das Wochenende, der mittlerweile achten Bundesligarunde, einig: Der Samstag sollte der bessere Tag werden. Für den FKB machten sich Ines und Rolf Engelhardt, Lothar Dittmer, Mathias Kaese und Max Michaelis mit Flugzeugen der Standard-, Club- und 18m-Klasse startbereit.

Dünne Wolken behinderten

Bei der warmen Luft des vergangenen Wochenendes ist jede Sonneneinstrahlung kostbare Energie, jeder Schatten von Wolken stört die Thermikbildung. So hat prompt zu Tagesbeginn eine dünne Wolkenschicht die Sonneneinstrahlung beeinträchtigt, Schatten auf den Flugplatz und die Umgebung gelegt und den geplanten Abflug der FKB-Pilotinnen und -piloten verzögert. Wertvolle Zeit ging verloren, einige mutige Luftsportler starteten, konnten sich aber teils nur mit Mühe in der Luft halten bevor der Himmel aufriss und es endlich hieß: „Jetzt aber los“!

Wertvolle Tagespunkte

Ines Engelhardt schaffte direkt den „frühen Absprung“ und flog den ersten Wolken, die stärkere Aufwinde versprachen, im Süden entgegen. Kaese und Dittmer - als eingespieltes Team „alter FKB-Hasen“ - versuchten es gegen den Wind, kamen bei stärker werdenden Aufwinden gut voran. Dieselbe Strecke wählt auch „18m-Rookie“ Michaelis, allerdings mit einem älterem Flugzeug und daher nicht ganz so flott wie die anderen Beiden. Am Ende des Tages erflogen Dittmer, Kaese und Ines Engelhard wertvolle Punkte für die Wertung.

„Hochglanz-Segelflieger“

Das sehr warme Wetter am Sonntag hatte nur wenige Flugbegeisterte FKBler auf den Flugplatz gelockt, ein Flugbetrieb ist unter großem Einsatz der Anwesenden dennoch zustande gekommen. Neben den Flugschülern startete auch Jungscheinpilotin Lenja Goll mit der vereinseigenen „LS4“. Ein besonderer Flug, schließlich ist dieses Flugzeug durch eine Neulackierung „hochglänzend“ und mit schnittigen sogenannten NeoWinglets ausgestattet.

Unerwartete Schäfchenwolken

Doch nach einer Weile: Cumulanten! Am ganzen Himmel ploppten die Schäfchenwolken auf, die so zuverlässig die Thermik anzeigten. Was war denn mit den Prognosen nur los? Das Wetter hatte sich viel besser als vorhergesagt entwickelt und Max Michaelis stellte sich die Frage, ob man die Bundesliga-Ergebnisse vom Samstag doch noch verbessern könnte? Michaelis saß zu dieser Zeit auf der Winde und beobachtete aufmerksam, wie das Schulflugzeug am Himmel in der Thermik kreiste. Der Flieger wurde vorbereitet, Lenja Goll übernahm die Windenaufsicht und Michaelis schaffte es in einem kurzen Wetterfenster tatsächlich seine Geschwindigkeitswertung gegenüber dem Vortrag noch zu verbessern. So sammelte er gerade so viele Punkte, dass die lokale Konkurrenz aus Lüsse doch noch überholten wurde. Mit Rundenplatz 33 schafft es der FKB den 11. Gesamtplatz zu verteidigen.

Der Süden im Vorteil

Platz eins bis fünf gingen an diesem Wochenende nach Bayern, Pirna erreicht mit Flügen über dem Erzgebirge einen tollen sechsten Platz. Das Wetter war wieder einmal besser im Süden des Landes. Die Liga bleibt spannend.