Die Havelstadt habe in den letzten Jahren "intensiv gearbeitet", um die Barrierefreiheit und Verkehrssicherheit für Menschen mit Behinderung zu gewährleisten. Trotzdessen wolle man diese "weiter ausbauen um die Inklusion weiterhin zu sichern", so Sybille Kluge. Vor den fast 150 engagierten und interessierten Brandenburgern sprach auch Walter Paaschen, stellvertretend für den aus persönlichen Gründen verhinderten Steffen Scheller, positiv über die steigende Anzahl der freiwilligen Helfer. Sie zeige, dass "unsere Solidargemeinschaft noch funktioniere". Deshalb gelte es, den unentgeltlichen Einsatz von Menschen zugunsten den Gemeinwohls zu würdigen" und sich immer wieder "ins Bewusstsein zu rufen, wie wichtig Ehrenamt ist".
Zehn engagierte Bürgerinnen und Bürger wurden für ihre besonderen Verdienste an diesem Abend deshalb in drei Kategorien mit einer Ehrenurkunde und Ehrenpräsenten ausgezeichnet. Geehrten wurden u.a. Stefan Dalitz, Walter Illner und Dr. Winfried Kohls für ihre hervorragende Arbeit in der Rubrik "Kultur und Natur". Dalitz etwa ist seit sieben Jahren Mitglied und Vorstand des Förderkreis‘ der Musikschule "Vicco von Bülow", dort vermittelt er jungen Leuten die Freude am musizieren. Walter Illner seinerseits ist zudem Mitglied und Vereinsvorstand im Kleingartenverein "Glück im Winkel" und unterstützt die Verbandsarbeit im Kreisverband Brandenburg der Gartenfreunde e.V.. Dr. Winfried Kohls, der Biologe und Gründungs- und Vorstandsmitglied des Naturschutzzentrum Krugpark,  ist darüber hinaus Mitglied des Nabus und im Naturschutzbeirat tätig.
Die Arbeit mit und zwischen Menschen ist hingegen Teil von Erhard Gottschalk, Kathrin Rex, André Sander und Ingeborg Beckmann, die in der Kategorie "Brücken bauen" auszeichnet wurden. Beckmann ist seit 2002 im Verein "Bund der Vertriebenen" tätig und betreut dort neben Senioren auch ausländische Gäste. Außerdem ist die 90-Jährige Schatzmeisterin und Ehrenmitglied im Vorstand. Erhard Gottschalk gehörte hingegen zu den Begründern des Friedens- Arbeitskreises, engagiert sich im Gemeindekirchenrat der St. Gotthardtgemeinde und unterstützt die Veranstaltungsreihe "30 Jahre friedliche Revolution", die "Friday For Future" Bewegung und die Bürgerinitiative Packhofgebiet.  Unter dem Motto "Bewegende Leidenschaft und heiße Typen" wurden weiterhin Lars Beilfuß und Klaus Schönhoff ausgezeichnet. Beide sind Vorsitzende des Ruder-Club in Brandenburg an der Havel und haben in diesem Jahr das 54. Wanderrudertreffen des Deutschen Ruderverbandes an der Regattastrecke organisiert. Eine mindestens genauso sportliche Familie hat jedoch Michael Domke beim SG Stahl Brandenburg in der Abteilung Rugby gefunden. Er ist hier seit 1962 Mitglied, war Übungsleiter und ist heute im Vorstand des Vereins.
In besonderer Weise engagiert sich jedoch auch André Kitzmann, der  seit mehr als 10 Jahren Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehr in der Stadt und für die Ausbildung junger Feuerwehrmänner und Frauen in Wust und Gollwitz verantwortlich ist.
Die Ehrenmedaille erhielt in diesem Jahr freischaffende Künstlerin Ana Finta. Die geborene Rumänin fand in Brandenburg an der Havel ihre neue Heimat und musste hier bei null anfangen. 1991 stellte sie erstmals Werke in der Steinstraße aus, bevor weitere Kunstausstellungen im gesamten Land folgten. Seit nunmehr 30 Jahren trägt sie nun zur Belebung der praktischen, künstlerischen Betätigung in der Havelstadt bei und hat inzwischen über 1000 Menschen in der Wredow’schen Zeichenschule unterrichtet und geprägt.
Ihr männliches Pendant in diesem Jahr ist Wolfgang Brust. Er bekam die Ehrenmedaille für seine aktive Arbeit im Brandenburger Karnevalsclub BKC. Mit großem Engagement gestaltete er seit 1972 das Vereinsleben aus verschiedenen Positionen und verhalf dem BKC so zu einer festen Größe im Bundesland.
Walter Paaschen dankte allen Ehrenamtlern abschließend mit diesen Worten: "Ohne Sie und ihr Wirken wäre Brandenburg an der Havel nur eine Sammlung von Ziegelsteinen, Beton und Holz in Form von Gebäuden. Ihr Einsatz erst erfüllt Brandenburg mit Leben und macht aus unserer Stadt eine lebens- und liebenswerte Gemeinschaft. Dankeschön!"