Vor allem mit seinen Theaterstücken machte sich Friedrich Dürrenmatt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker des 20. Jahrhunderts einem breiten Publikum bekannt. Die tragische Komödie „Der Besuch der alten Dame“ und „Die Physiker“ wurden in zahlreichen Inszenierungen weltweit gespielt.
In den 1960er Jahren stand er mit seinen Theaterwerken auf dem Höhepunkt seines öffentlichen Erfolges. Eigentlich wollte der Pfarrerssohn, der 1921 im Emmental, im Schweizer Kanton Bern, geboren wurde, Maler werden. Da man ihn wegen seiner apokalyptischen Zeichnungen nicht in der Kunstakademie aufnahm, schrieb er sich in der Philosophischen Fakultät ein. Doch die Themen menschlicher und gesellschaftlicher Abgründe prägten weiter auch sein literarisches Werk.

Dürrenmatt – Wann eine Geschichte zu Ende erzählt ist

Mit schwarzem Humor und Mitteln der Groteske trat er als grandioser Erzähler und bitterer Satiriker auf. „Eine Geschichte ist dann zu Ende gedacht, wenn sie ihre schlimmstmögliche Wendung genommen hat“, schrieb er einmal.
An drei Wochenenden werden in der Brandenburger-Theater-Reihe „Literatur im Grünen“  – in Kooperation mit der Fouqué-Bibliothek – fünf Erzählungen zu Gehör gebracht, die anregen sollen, sich mit der Phantasie- und Gedankenwelt des großen Schweizer Autors zu beschäftigen.

Erste Lesung im Ostpark auf dem Marienberg

Los geht es mit der „Lesung im Grünen“ am 21. und 22. August jeweils um 15 Uhr im Ostpark auf dem Marienberg (keine Regenvariante) und Dürrenmatts Werken „Die Panne“ – in der originalen Novellenfassung. Es lesen Willi Händler und Teo Vadersen, begleitet vom Musiker Sebastian Pietsch.
Am 28. und 29. August findet die „Lesung im Grünen“ jeweils ab 17 Uhr im Hof der Fouqué-Bibliothek (Regenvariante: in der Bibliothek) statt. Aus Dürrenmatts „Der Hund“ und „Vinter“ lesen Lucia Peraza Rios und Reiner Gabriel, musikalisch begleitet von Sebastian Pietsch.

Zum guten Schluss das BT-Foyer

 Am 4. und 5. September wird jeweils ab 17 Uhr im Foyer (Großes Haus) des Brandenburger Theaters gelesen – und zwar von Frank Martin Widmaier und Felix Isenbügel (Musik: Arne Assmann) aus „Pilatus“ und „Der Tunnel“.
Der Eintritt kostet jeweils zwölf / ermäßigt neun Euro; Kartentelefon: 03381 - 511 111.