Am Totensonntag wird im Hospiz der Jedermann Gruppe in der Bauhofstraße der Menschen gedacht, die in diesem Jahr von uns gegangen sind. Üblicherweise wird in einer kleinen Andacht für jeden verstorbenen Menschen eine Kerze aufgestellt. In diesem Jahr findet die Gedenkveranstaltung aus Hygienegründen nicht statt. Gedacht wird der Verstorbenen dennoch.
Und das ist bei weitem nicht das einzige, was das Palliativteam der Jedermann Gruppe sowie das der Hand in Hand GmbH in diesem Jahr für Menschen am Ende ihres Lebens getan haben, trotz der außergewöhnlichen Umstände.

Gedenken in Corona-Zeiten

„Wir wissen, dass die Angehörigen im Geiste bei den Menschen sind, die sie lieb hatten und die in diesem Jahr verstorben sind. Und auch wir wollen zeigen, dass wir gedenken. Deshalb vereinfachen wir die Zeremonie, an der sonst alle teilnehmen durften, und zünden ein Gedenklicht im Hospizgarten für die Verstorbenen an. Wir laden auch alle Menschen dazu ein, bei sich zuhause ein Gedenklicht zu entzünden. So können wir trotz allem gemeinsam der Verstorbenen gedenken“, äußert sich Manuela Lindner, Leiterin der Hospizbewegung Brandenburg, zum Totensonntag.

Enge Zusammenarbeit aller Akteure zum Wohle der Patienten

Das ambulante Palliative Care Team der Jedermann Gruppe hat in Zusammenarbeit mit dem Palliativteam der Hand in Hand GmbH in diesem Jahr 388 Patienten betreut. „Die Versorgung so vieler Patienten ist nur möglich, weil Palliativmedizinerinnen, Pflegefachkräfte und ehrenamtlich Tätige eng miteinander zusammen arbeiten“ erklärt Dr. Hartmut Jäckel, Koordinator der Spezialisierten Ambulanten Palliativpflege (SAPV) der Jedermann Gruppe.
Im Hospiz der Jedermann Gruppe wurden 2020 bislang 89 Menschen betreut. Die erste Coronawelle im Frühjahr war gerade für die Bewohner des Hospizes besonders schwer, da vor allem sie unter den Kontaktbeschränkungen gelitten haben.
In der zweiten Welle ist man generell besser vorbereitet und hat von den vergangenen Monaten gelernt, weshalb Besuche derzeit immer noch möglich sind.

In allen Bereichen für die Patienten da

Zum Palliative Care Team der Jedermann Gruppe gehört – abgesehen von Hospiz und SAPV mit drei fest angestellten Fachärztinnen mit Zusatzbezeichnung Palliativmedizin – auch eine Kurzzeitpflege, deren Palliativüberleitungsbetten bei Vollauslastung des Hospizes dringend benötigt werden. Und trotz Corona und Kontaktbeschränkungen konnten die ehrenamtlichen Hospizhelfer in diesem Jahr 37 Menschen beistehen.
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