Als die Undine-Jury am 3. März 2020 zusammenkam, um sich mit den 292 neuen Märchen im 16. von BRAWO und Fouqué-Bibliothek ausgerufenen Märchenwettbewerb zu befassen, war die Welt noch fast in Ordnung. Zwar hatte das Coronavirus mit einem ersten Nachweis in Bayern bereits am 27. Januar Deutschland erreicht, doch sollten die harten Einschnitte ins Leben aller erst Mitte März folgen. Die Folge für den Wettbewerb: Die für den 22. März geplante märchenhafte Festveranstaltung im Brandenburger Theater musste abgesagt werden. Wie auch die stets im Juni folgende Märchen-Matinee für die auszuzeichnenden Illustratoren.

Wettbewerb konnte weitergehen

Immerhin waren die schönsten 14 Märchen per Zeitung und Internet veröffentlicht (www.moz.de/undine) und somit Nachwuchs-Illustratoren mit Vorlagen versorgt. Dank ausgedehntem Einsendeschluss konnten alle 7- bis 25-Jährigen ihrer Lieblingsszene oder –figur aus den Siegermärchen bis Ende der Sommerferien bildkünstlerisch Gestalt geben, denn wir haben die Hoffnung auf ein Happy End des 16. „Undine“-Wettbewerbs für neue Märchen nie aufgegeben. Unsere Hoffnung wurde genährt, als sich am 24. September in der Kunst-Galerie „Sonnensegel“ sechs JurorInnen unter dem Vorsitz des Brandenburger Künstlers Thomas Bartel mit dem illustrierten Wettbewerbssegen befassen konnte.

Neues Veranstaltungskonzept

Derweilen wurde mit der Stadtverwaltung ein märchenhafter Kompromiss ausgehandelt: Im Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses darf es am frühen Freitagabend des 6. Novembers eine gemeinsame Auszeichnungsveranstaltung für die siegreichen TeilnehmerInnen des 16. Undine-Märchenwettbewerbes geben. Um 17 Uhr kann die geladene Gästeschar zusammenkommen, um die besten Märchenautoren und -illustratoren ins Rampenlicht zu rücken und auszuzeichnen. Sie werden schriftlich eingeladen und können zwei Verwandte mitbringen. Eingeladen sind auch die vielen Sponsoren, um als Preispaten die Hauptpreise (Undine-Statuette + Urkunde +150 Euro) und Sonderpreise (Urkunde + 150 Euro) persönlich zu überreichen. Stets unter Beachtung der notwendigen Abstands- und Hygieneregeln.

Verzicht wegen Corona

Ein Rahmenprogramm wird es diesmal – zugunsten der verkürzten Veranstaltungsdauer – nicht geben. Aber diesen einen Festakt soll es geben, um dem 16. Märchenwettbewerb ein würdiges Ende und den SiegerInnen die verdiente Aufmerksamkeit zu bescheren. Schließlich hat jedes Märchen ein Happy End verdient.