Die Verantwortlichen des 1. Brandenburger Kampfsportvereins (BKSV) bedauerten es, unter den Bedingungen des Lockdowns, dieses Jubiläum am 15. Dezember nicht würdig begehen zu können. Aber aufgehoben ist nicht aufgeschoben.

Vereinsgründung

Bei einer Rückschau könnte man über diesen Verein und seinen Erfolgen ein kleines Buch schreiben. Aber die Verantwortlichen beließen es bei einigen markanten Meilensteinen dieser 25 Jahre. Der 1. BKSV spaltete sich aus der damaligen Sektion Karate der SG Stahl Brandenburg ab und gründete sich am 15. Dezember 1995 in der Wohnung von Ulli Huf in der Brahmsstraße 55 als 1.BKSV e.V.. Gründungsmitglieder waren Ulli Huf, Frank Ernst und Thomas Becker. Diese bildeten auch den ersten Vorstand des Vereines.
Die ersten Trainingsstätten waren unter anderem die Turnhalle der Wilhelm-Busch-Schule, die Turnhalle in der Max-Herm-Straße und ein kleiner Sportraum der Kita in der Sophienstraße. Die Kita wurde hauptsächlich in Eigeninitiative der Vereinsmitglieder und mit Fördermitteln der Stadt über die Jahre in ein trainingstaugliches Karate-Dojo umgewandelt.

Führend im Land

Seit nun mehr 20 Jahren führt Bodo Pippel diesen Verein und machte ihn zum erfolgreichsten der 50 Karatevereine im Land Brandenburg. Deutschlandweit rangiert der 1. BKSV unter den 2.500 Vereinen unter den 15 erfolgreichsten Klubs. Mit gerade einmal 80 Mitgliedern zählt er im Bundesdurchschnitt nicht zu den großen Vereinen .
Der bisher größte Erfolg im Vereinsranking des Deutschen Karateverbandes war der 6. Platz im Jahr 2017. Im Laufe der vergangenen Jahre stellte der Brandenburger Karateverein unter anderem 17 Deutsche Meister, holte sich 15 mal die deutsche Vizemeisterschaft und erkämpfte sich 46 dritte Plätze.

Bei WM und EM dabei

Vor allem in den vorherigen Jahren wurde der 1. BKSV immer erfolgreicher. Unter Leitung von Bodo Pippel, Landestrainer im Bereich Kumite und heute Vizepräsident des Brandenburger Karateverbandes gelang es, mehrere Athleten in den deutschen Bundeskader zu etablieren. Enrico Höhne, Julia Rückwart, Anna Pippel, Laura Bustian, Lena Ribguth, Marvin Mauer und Michelle Süß sind nur einige die bei ihm trainierten. Unter ihm qualifizierten sich Karatekas wie Lena Ribguth und Michelle Süß zu Welt- und Europameisterschaften nach Malaysia, Chile beziehungsweise Aserbaidschan.
Auch an Welt- und Europapokal Turnieren nahmen Athleten des Vereins teil. Dabei wurden Platzierungen wie der Worldcup-Sieg in Malaysia durch Süß sowie die zweiten Plätzen bei den Europa Cups von Gina Marie Mauer, Marvin Mauer und Florian Misera errungen.

Starker Nachwuchs

Internationale Wettkämpfe, vor allem für den Nachwuchs, in Österreich, Italien, Schweden, oder den baltischen Staaten, sind inzwischen normal. Bei den großen deutschen Wettkämpfen, wie den Arawaza Cup, Banzai Cup sind die Brandenburger Athleten ständig erfolgreich dabei. Wegen dieser erfolgreichen Arbeit im Leistungssport ist der 1. BKSV seit 2009 ununterbrochen „Anerkannter Leistungsstützpunkt Karate“ im Landessportbund Brandenburg.

Integrationskraft

Im Zuge der Flüchtlingswelle im Jahr 2015 schrieb sich der Verein die „Integration durch Sport“ auf die Fahnen. Hier war Ingo Lorenz die treibende Kraft. Gewürdigt wurde dieses Engagement durch die Verleihung des Preises „Sterne des Sports“ in Silber und der Anerkennung als offizieller Integrations- Stützpunkt des Landes Brandenburg.
Im Verein gibt es nicht nur Karate, inzwischen hat sich eine weitere kleine Sportabteilung gebildet. Ingo Lorenz baute vor etwa sieben Jahren den Bereich Highland-Sport auf, aus dem inzwischen auch Deutsche Jugend- Meister hervorgingen.

Zukunftsweisend

Der 1. BKSV sollte für die Zukunft gut aufgestellt sein. Neben dem Vorsitzenden und Trainer Bodo Pippel, kann der Verein auch auf Trainer wie die Geschwister Gina Marie und Marvin Mauer sowie Amr Hawout und Ingo Lorenz bauen. Marvin Mauer soll perspektivisch mehr die Führung des Trainingsbetriebes übernehmen und in die Leitung des Vereins involviert werden. Einer allein schafft diese Arbeit nicht, so hofft Bodo Pippel, dass sich mehr Mitglieder finden die nicht nur als Athleten erfolgreich sind, sondern auch Verantwortung im Klub übernehmen. Sein Motto „Sport im Verein ist am schönsten“ soll im BKSV, weitergetragen werden.