Bereits auf dem Weg vom Pudong International Airport in Shanghai zu seinem Hotel war der angehende Elektroniker von den Dimensionen der chinesischen Architektur begeistert. Im Vergleich dazu wirke Berlin für ihn fast schon beschaulich, so Lehmann-Eschenhorn.
"Da meine Ankunft Anfang Oktober in die ‚Goldene Woche’ fiel, in der in China die Arbeit ruht, hatte ich die Gelegenheit, die neue Umgebung und die Menschen in Kunshan kennen zu lernen. Die Chinesen strahlten eine Art Gelassenheit und Zufriedenheit aus, die ich aus deutschen Großstädten so nicht kannte", so Lehmann-Eschenhorn, der schmunzelt ergänzt: "Zumindest so lange Chinesen nicht in einem Auto sitzen."
Nachdem sich der Brandenburger eingefunden hatte, ging es für ihn jedoch die Arbeit: Kuno Knobloch, Werkleiter des chinesischen Wirthwein-Standortes in Kunshan, empfing ihn herzlich im Unternehmen und in den darauffolgenden drei Wochen unterstütze der angehende Elektroniker seine chinesischen Kollegen tatkräftig. Ursprünglich sollte Lehmann-Eschenhorn bei der Umpositionierung von neun der insgesamt 25 Spritzgießmaschinen am Standort Kunshan mitwirken, auf denen die Wirthwein-Komponenten aus Kunststoff hergestellt werden. Doch aufgrund der guten Auftragslage mussten die Maschinen weiter laufen und blieben vorerst an Ort und Stelle. So kam es, dass Lehmann-Eschenhorn seine in Brandenburg erlernten Fähigkeiten in der Instandhaltung und im Werkzeugbau in China einbringen konnte. "Das Werkstatt-Team hat mich super aufgenommen und das gemeinsame Arbeiten lief sehr gut, trotz der Sprachbarriere", erinnert sich der Auszubildende.
Selbstverständlich war Lehmann-Eschenhorn aber nicht nur Arbeiten in China. Als Highlights seines Aufenthaltes nennt Christoph die Besuche in Shanghai. Neben der weltbekannten Skyline erkundete er auch das Nachtleben der Metropole, in der über 24 Millionen Menschen leben. Gemeinsam mit seinem Kollegen Wu Jianjun und dessen Familie besuchte er den Shanghai Circuit, auf dem die Formel 1 jährlich den Großen Preis von China austrägt, und die historische Wasserstadt Zhujiajiao, die auch als "Venedig Shanghais" bekannt ist.
Rückblickend vergingen die vier Wochen für Christoph wie im Flug. Er machte unvergessliche Erfahrungen und erkundete einen für ihn bisher unbekannten Teil der Welt. Besonders die Zusammenarbeit mit seinen chinesischen Kollegen bereitete ihm großen Spaß und er hofft, bald wieder gemeinsame Projekte umzusetzen.
Christoph Lehmann-Eschenhorns Ausbildungsbetrieb, die Wirthwein Brandenburg GmbH & Co. KG gehört zur weltweit tätigen Wirthwein-Gruppe. Das Familienunternehmen mit Stammsitz in Creglingen, Baden-Württemberg, fertigt an insgesamt 22 Standorten mit über 3.650 Mitarbeitern in Europa, Asien und den USA komplexe Komponenten und Baugruppen aus Kunststoff. Am Standort in Brandenburg-Kirchmöser beschäftigt der Kunststoff-Spezialist rund 70 Mitarbeiter, am Standort im chinesischen Kunshan sind es 150 Beschäftigte.