Zugleich galt dem sogenannten Nationalen Aufbauwerk (NAW) großes Augenmerk. Bei weiteren Enttrümmerungsarbeiten von im Zweiten Welkrieg zerstörten Häusern sowie anderen Gebäuden wurden den Angaben zufolge dank fleißiger Helfer nahezu jeweils 50 000 Stunden  geleistet. Hinzu kamen gleichartige Arbeiten zu Gunsten des genossenschaftlichen Wohnungsbaus, die innerhalb von  31 500 Stunden erbracht wurden. Überdies legten zahlreiche Brandenburger außerhalb ihrer eigentlichen Arbeitszeit noch anderweitig Hand an. So beispielsweise beim Errichten einer Fußgängerbrücke über die Bahngleise am Klingenberg (diese existiert inzwischen nicht mehr, d. Verf.) sowie in Schulen, Kindergärten, Sportstätten und  Grünanlagen. Sogar einige Geldspenden – es sollen 2 325 Mark gewesen sein – gingen auf das NAW-Konto ein. Und daran, dass der Volkswirtschaftsplan von den hiesigen Betrieben insgesamt übererfüllt worden war, ließen die fleißigen Statistiker natürlich ohnehin keinen Zweifel.
Inbegriffen zugleich die Produktion von sogenannten Massenbedarfsgütern. Ein Beispiel gefällig?  Da bekam der Stahlbau Brandenburg besonderes Lob für das Fertigen von Wassereimern, Ofenrohren sowie Vorlegeblechen, und das  neben seinen ureigenen Aufgaben. Im großen Stahl- und Walzwerk sorgten findige Köpfe für eine deutliche Kosteneinsparung, indem beim Ausmauern der Siemens-Martin-Öfen nun Magnesitsteine anstelle von Dolomit eingesetzt sowie der Sinterkalk ein zweites Mal verwendet wurden.
Insbesondere der Intelligenz sowie den Kulturschaffenden sollte, wie es hieß, der am 11. Dezember 1954 gegründete Fontane-Klub an der Jahrtausendbrücke fortan eine Heimstätte sein. Zudem bereitete die Partei der Arbeiterklasse (SED) kurz vor dem Jahresende den Weg für die Jugendweihe als Gegenstück zur Konfirmation bzw. Kommunion auch hier in unserer Stadt vor. Um Mädchen und Jungen dafür zu begeistern, nahmen entsprechende Gremien ihre Arbeit auf.. Und erstmals nach leidvollen Kriegs- und Folgejahren wurde hier an der Havel die närrisch-tolle Zeit offiziell eingeläutet. Kurioserweise aber trafen sich dazu rührige Brandenburger Karnevalisten gar mit einmonatiger Verspätung, nämlich am 12.12. 1954,  im Hotel "Zum Bären" (Steinstraße).
Wohl nicht erst heute läßt sich darüber schmunzeln, dass aus Brandenburg nahezu 3350 Protestschreiben und -telegramme – initiiert von den Parteiagitatoren – auftragsgemäß gen Bonn gesandt worden seien. Auf diese Weise wollte man, wie es hieß, gegen die Remilitarisierung (Pariser Verträge) der Bundesrepublik intervenieren. Und die hiesigen Traktorenwerker hätten ihre Depeschen sogar aus eigener Tasche bezahlt.