Nicht mehr nur der Zahn der Zeit, sondern inzwischen auch schwere Technik knabbert an der Brücke, die seit dem 20. Jahrestag der DDR (1969) die komplexen Bahnanlagen am Altstadt-Bahnhof überbrückt. SWB, Betonwerk, Umschlaghafen und Städtebahn sorgten hier für so viel Bahnverkehr, dass Schrankenschließungen bis zu 40 Minuten dauerten. Die Brücke „20. Jahrestag der DDR“ sorgte für Abhilfe und ermöglichte in den 1980er Jahren den Ausbau der Westtangente gen Gördenbrücke.

Anschluss Spittastraße ersetzt Europakurve

Im Herbst 2019 wurde festgestellt, dass die Jahrestag-Brücke hinüber ist. Seit dem 6. Dezember 2019 ist das Befahren verboten. Im Mai 2021 wird das einsturzgefährdete Spannbetonwerk durch Sprengung niedergelegt – nach vorbereitenden Arbeiten, zu denen der Neuanschluss der Spittastraße zählt, die ab April anstelle der Europakurve an die Umgehungsstraße anbindet. Bis Mai wird zudem zwischen Einsteinstraße und Altstädtischem Bahnhof eine Fußgängerbrücke entstehen. Der 45 Millionen teure Brücken-Neubau wird sich vom Frühjahr 2022 bis in den Sommer 2024 erstrecken.