Corona-Viren scheinen mit Weihnachten wenig am Hut zu haben, sodass Kontaktbeschränkungen mit der festlichen Vorfreude einhergehen werden. Dazu unzählige Weihnachtsmarktabsagen – aus München, Nürnberg, Lübeck, Leipzig…  Nicht aber aus Brandenburg an der Havel. „Wir wollen uns die Vorfreude nicht nehmen lassen und den Brandenburgern einen Weihnachtsmarkt bieten“, posaunt Gewerbevereins-Chef Michael Kilian fröhlich und zuversichtlich in die Welt. Wochenlang habe man sich vorbereitet und ein coronakonformes Konzept entwickelt, für das sich als Vorteil erweist, dass der Brandenburger Markt stets eingezäunt stattfindet, wodurch der Publikumsverkehr gut zu lenken ist.

Eröffnung des Weihnachtsmarktes wegen Corona verschoben

Eigentlich sollte der Weihnachtsmarkt bereits am 23. November starten, doch besagt die seit dem 2. November und bis Monatsende geltende „Verordnung über befristete Eindämmungsmaßnahmen“: „Für den Publikumsverkehr zu schließen sind …Messen, Ausstellungen, Jahrmärkte, Spezialmärkte, Volksfeste…“
Kilian: „Wenn diese Verordnung nicht verlängert wird, findet in Brandenburg ein Weihnachtsmarkt statt. In einer Gewerbevereinssitzung mit den Markthändlern gab es die hundertprozentige Zustimmung, dass wir gemeinsam das Risiko eingehen. Für die Händler war die Rechnung einfach: Kein Markt, kein Verdienst – kleinerer Markt, weniger Verdienst, aber immerhin. Ein anderer wesentlicher Aspekt war, in diesem seltsamen Jahr für ein Stück Normalität und weihnachtliche Vorfreude zu sorgen“, erklärt Michael Kilian.

Neustädtischer Markt bietet ausreichend Platz für Weihnachtsmarkt

Das angepasste Marktkonzept verzichtet auf die Eisbahn, „weil sie bei den immensen Kosten und der eingeschränkten Gästezahl völlig unrentabel wäre.“ Außerdem werde der Platz gebraucht, um die Abstände zwischen den Marktständen auszuweiten. Reduziert von 40 auf voraussichtlich 32 wird die Anzahl der Stände, wie auch auf große Deko-Elemente verzichtet wird – zugunsten begehbarer Flächen. „So kommen wir auf 4.000 qm Freifläche und könnten bis zu 400 Personen reinlassen. Es gibt diesmal nur einen Ausgang und einen Eingang, an denen ein automatisiertes Verfahren über Kamera die Besucherströme zählt und den Markt-Einsatzleiter über die anwesende Personenanzahl auf dem Laufenden hält, sodass er rechtzeitig abriegeln kann.“

Konzept an Corona-Inzidenzzahlen anpassbar

Bei wie vielen Besuchern? Das hängt vom Infektionsgeschehen ab. Ab einer Inzidenzzahl von 35 wären nur noch 250 Personen zugelassen. Steigt die Inzidenz über 50, sinkt die Besucherzahl unter 150. „Der Weihnachtsmarkt 2020 ist ein großes Risiko, das wir – hoffentlich zur Freude vieler – eingehen. Es wird eine andere Atmosphäre sein als in Vorjahren, aber schön und weihnachtlich wirds trotzdem“, ist Michael Kilian überzeugt und viersichert auch in Sachen Hygiene: „Bis hin zum Weihnachtsmann, der auch Mundschutz tragen muss, ist alles geregelt, sodass die Sicherheit der Besucher gewährleistet ist“ – beim Brandenburger Weihnachtsmarkt auf dem Neustädtischen Markt vom 01. bis 23. Dezember (Mo-Do 11-20, Fr/Sa 11-21, So 12-20 Uhr).