Dieser August hat sich bei jenen, die Sonne und Hitze mögen, nicht durchgehend beliebt gemacht. Konnte doch mit 18,2 Grad letztlich gerade noch das normale Mittel (18 °) gehalten werden. Der nun beendete meteorologische Sommer allerdings fiel in unserer Stadt um  2,2 Grad zu warm aus, woran der Juni mit 4,1 ° den Hauptanteil hatte.
Im August zeigte sich das Wetter nach eher unterkühltem Beginn (Tief „Ferdinand“) bis zur Monatsmitte von seiner angenehmen Seite, wenngleich auch leicht unbeständig. So gab es dank Hoch „Elfie“ sechs Sommertage (ab 25°), darunter den Tropentag am 13. mit 30,6 ° und wieder badetaugliche Seen (23 °). Mit etwas „Verspätung“ hatten indes zum Ausklang der I. Dekade die Mauersegler den Flug in ihre angestammten Gefilde angetreten. Offenbar ahnten sie, dass dem Sommer hier bei uns ohnehin Mitte des Monats doch recht früh die Puste ausgehen sollte.

Frühherbstliche Wetterlage im August

Da leitete nämlich vornehmlich Tief „Luiciano“ einen spürbaren Temperaturrückgang ein und bewirkte – wie auch der folgende „Manfred“ – eine zumeist eher schon frühherbstliche Wetterlage. Während sich die Sonne nun Sparsamkeit verordnete (Ausnahme der 24., als Zwischenhoch „Fridolin“ für 1025 Hektopascal sorgte), dominierte nun ein wechselhafter Verlauf. Das bedeutete dicke Wolkenfelder, oft Schauer bzw. zunächst nur leichte Regenfälle und kurze Aufheiterungen. Wiederholt tat unangenehmer, böiger Wind das Seinige. Während uns die Sonne bis zur Monatsmitte nahezu 115 Stunden spendete, sollten danach lediglich 60 h folgen. Ergo strahlte der Stern, der am 30. völlig fehlte, nur 178 Stunden; sein „Soll“ indes liegt bei 225 h. Die niedrigsten Tagesmaxima wurden am 17., 26. und 30. mit 19,5 bzw. 18,8 und 17,6 Grad erreicht, lagen kurzzeitig bei 15°. Besonders frisch war die Nacht zum 25. mit 9,2 Grad°, in Ketzür gar 6,2°. Ein Nebeltag (8.) sowie drei Gewitter an zwei Tagen (6. / 10.) sollen ebenfalls erwähnt sein.

Das „dicke Ende“ mit Tiefdruckwirbel „Nick“

  Für das „dicke Ende“ zeichnete schließlich Tiefdruckwirbel „Nick“ verantwortlich. Nachdem zuvor einige Prognosen für unsere Region nicht eingetroffen waren, schüttete es am 27. (13,6 l), 29. (33,4 l) und am 30. (7,8 l) wie aus Eimern. In der Summe stehen nach 17 Tagen mit messbarem Niederschlag in der Station Görden (Klaus Seewald) immerhin 98,4 Liter (normal 58 l) sowie auf der Eigenen Scholle (Gottfried Tübel) gar 101 l zu Buche. Die herbstlich anmutende Witterung bekam mit der dann seit 30. August verhalten betriebenen Fernheizung einen zusätzlichen „Tupfer“, wenngleich nun das fast typische Hoch zum Septemberstart ein wenig als „Entschuldigung“ daherkommt.

Lutzens’ Wetterhistörchen – August 2021