Dieser Februar geht als einer der bisher mildesten seit Beginn der Temperaturmessungen (1897) in die Brandenburger Annalen ein. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass er sich mit zwei von insgesamt nur vier Frostnächten – außerdem am 12. und 13. – von uns verabschiedete. Denn es dominierten in diesem letzten Monat des meteorologischen Winters, der seit 1. Dezember gar um 3,6 (!) Grad zu warm ausfiel, Regen und Sturm statt Eis und Schnee. Und der Februar mit einer Abweichung von 4,9° nach oben (Ist 5,5°) hatte nun den Hauptanteil am untypischen Temperaturverlauf.

„Queena“, „Roxana“, „Saran“ und „Tanyalak“ hatten das Sagen

Wie schon im Dezember und Januar prägte erneut weitgehend Tiefdruckeinfluss mit einer west-/südwestlichen Strömung den Ablauf. So hatten zunächst „Queena“, „Roxana“, „Saran“ und „Tanyalak“ das Sagen. Bis in die zweite Dekade hinein waren viel Nässe, so u. a. Schauer oder Niesel – wiederholt von kräftigem Wind begleitet – an der Tagesordnung. Zumindest aber sorgte dann, wenn auch nur kurzzeitig vom 12. bis zum 14., das Hoch „Ingo“ für Besserung und Sonnenschein. Bis dahin war „Klärchen“ nämlich gerade einmal knapp acht Stunden präsent.

Dann „Xandra“, „Ylenia“, „Zeynep“ und „Antonia“

Umso kräftiger indes folgte der nächste Tiefschlag. Nach „Xandra“ machten nun die Sturm- bzw. Orkantiefs „Ylenia“, „Zeynep“ und „Antonia“ innerhalb weniger Tage – vom 17. bis zum 22. – fast ohne Pause (19.) nachhaltig auf sich aufmerksam. Hohe Sprünge machte unterdessen die Quecksilbersäule. Hatte es am 14. mit 13,4 Grad das Monats-Maximum gegeben, so standen dem weitere sieben Tage mit zweistelligen Werten über 10 Grad (10., 16., 17., 18., 20., 23. und 24. ) nur wenig nach. Alles andere als typische Werte für einen Februar. Das galt auch für die Nächte zum 8. und 9. mit jeweils gut 8 Grad sowie zum 17. (zeitweilig sogar 12,8°).

70 Sonnenstunden und 19 Regentage

Bei seinem „Endspurt“ wollte uns dieser Februar offenbar noch etwas verwöhnen. Gaben doch nun mehrere Hochdruckgebiete – der Luftdruck stieg auf 1040 Hektopascal – ihre Visitenkarte ab und somit der Sonne beste Chancen. Sie schaffte es in dieser Phase auf fast 30 Stunden, so dass summa summarum nahezu 70 h zu Buche stehen. Gleichzeitig stellten sich in den beiden letzten Februarnächten (wie nun ebenfalls in der ersten Märzwoche) leichte Fröste von -2,4° (Monatsmimum) bzw. -1,9° ein. Hinzu kommen die Nächte zum 12. und 13., überdies war acht Mal Bodenfrost zu registrieren.
Zum Niederschlag: In den Stationen Görden sowie Eigene Scholle wurden von Klaus Seewald und Gottfried Tübel 46,7 bzw. 47,5 l („Soll“ 35,8 l) gemessen. Neben einem Graupelschauer (24.) gab es ausschließlich Regen, der an insgesamt 19 Tagen fiel. Die größten Mengen betrugen zweimal 6 Liter.