Dieser erste Monat des meteorologischen Sommers anno 2021 sorgte mit Nachdruck für Abweichungen gegenüber dem sonst eher üblichen Ablauf. War dieser Juni doch bis zum 29. extrem trocken und blieb im Vergleich zum normalen Mittel (16,9°) um 4,4 Grad erheblich zu warm. Somit geht er als einer der drei heißesten seit Beginn der Messungen 1897 in die Annalen ein. Sorgten doch die Hochdruckgebiete „Waltraud“, „Xenia“ und „Yona“ während der ersten Hälfte bereits für elf von letztendlich gar 21 Sommertagen (ab 25°).

Sechs Tropentage inklusive

Und darunter befanden sich zudem sechs Tropentage, die wohl fast jeden Brandenburger ins Schwitzen brachten. Hatte man dann gerade durchatmen können (am 12., 13. – inklusive nächtlichem Mimimum von 11 ° / Ketzür nur 8° – wie auch am 15. und 22. bis 25.), so lief der Sommer dann fast anhaltend zur Hochform auf.
Hintereinander gleich an fünf Tagen, nämlich vom 17. bis zum kalendarischen Sommerbeginn am 21., galt es, Maxima im Bereich zwischen 30 und sogar über 35 Grad (Spitzenwert am 19. mit 36,1°!) irgendwie einigermaßen zu verkraften. „Klärchen“ brannte meistens fast 16 Stunden täglich, ließ dann in ihrem gleißenden Licht das Quecksilber auf mehr als 40° ansteigen.

Heißes Havelland

Subtropische Luft aus Afrika beziehungsweise dem Mittelmeerraum sorgte hier im Havelland sogar noch für höhere Werte als in dafür eigentlich prädestinierten Gegenden des Auslands. Da verwunderte es nicht mehr, dass uns zugleich vier Tropennächte (mindestens 20° – absolute Spitze am Morgen des 20. mit 22,4°) einen erholsamen Schlaf verwehrten. Wiederholt kam hohe Schwüle hinzu. Und wer Abkühlung in den Havelseen suchte, wurde mit 28° Wassertemperatur (an der Oberfläche noch höher) empfangen. Ja, die Sonne brachte es auf rekordverdächtige 290 Stunden (normal 210) und fehlte nur am letzten Monatstag.

Extrem zugleich die Trockenheit:

Zwischen 28. Mai und 21. Juni (!) gab es keinen messbaren Niederschlag, oftmals blieb es bei falschen Prognosen. Eine wiederholt dominierende Grenzwetterlage (die Barometernadel bewegte sich lange Zeit kaum) ließ den Regen zumeist einen Bogen um Brandenburg machen. Lediglich das Gewitter direkt zum Sommerbeginn, als aber nur 9,7 Liter in der Station Görden und sieben Liter auf der Eigenen Scholle fielen, sowie dann am letzten Junitag die schauerartigen Regenfälle mit 24 beziehungsweise 30 Litern dank des Tiefs „Xero“ verbesserten die prekäre Situation geringfügig (Gesamtsoll nämlich 72,6 l). Mit unter 20 Grad verabschiedete sich der Monat kühl. Der Juli begann indes eher unbeständig und verhalten warm.