Von Mitte Mai bis Mitte Juli tauschen Heranwachsende wieder für jeweils fünf Tage ihr gewohntes Umfeld im bequemen Hotel Mama gegen Tage an der frischen Luft und Nächte im Zelt. In Klassenstärke werden die Zwölf- bis 16-Jährigen dafür in die Europäische Jugenderholungs- und Begegnungsstätte am Werbellinsee reisen, die für den BSIJ schon seit 2006 der ideale Ort für die von ihm angebotene Erlebnispädagogik ist. "Hier stimmt einfach alles: das malerische Umfeld, die perfekte Infrastruktur und der Preis", sagt Hardy Lux, der das jährliche Lager als einer von drei hauptamtlichen Mitarbeitern des Vereins betreut, die sich zwei Personalstellen teilen.
Die Kooperation mit der Karl-Sellheim-Schule, mit der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Schule und der Grundschule Schwärzesee gehört zu den Erfolgsgaranten für die Naturerlebnis- und Abenteuercamps, weil sie es auch ermöglicht, die Fahrten gründlich vor- und nachzubereiten. So wissen die Betreuer, zu denen jedes Mal Praktikanten einer Erzieher-Fachschule in Berlin gehören, immer genau, worauf es vor Ort ankommt. "Deshalb können wir zum Beispiel gezielt darauf einwirken, Außenseiter stärker in den Klassenverband zu integrieren", betont Hardy Lux, der schon dabei war, als es 1992 das erste Camp dieser Art gab. "Damals haben wir am Mäckersee gezeltet", erinnert sich der Sozialpädagoge, der überdies als langjähriger Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung aktiv ist. Der ursprüngliche Ansatz sei gewesen, mit dieser besonderen Art der Freizeitgestaltung auf den Finowkanal aufmerksam zu machen, blickt er zurück.
Für den 15. Juli lädt der BSIJ zur Jubiläumsfeier in die Europäische Jugenderholungs- und Begegnungsstätte ein. Ab 17 Uhr werden die Naturerlebnis- und Abenteuercamps selbst und die Geldgeber gewürdigt, zu denen allen voran die Stadt Eberswalde und der Landkreis Barnim gehören. "Auch den vielen privaten Sponsoren wollen wir von Herzen danken", sagt Hardy Lux.
Nur durch den gemeinsamen Einsatz der Unterstützer sei es möglich, den Teilnehmerbeitrag bei 110 Euro zu belassen. "In Wahrheit kostet ein Platz im Camp pro Durchgang etwa 180 Euro", berichtet der BSIJ-Mitarbeiter. Die Differenz werde gefördert, um für die Eltern der anreisenden Mädchen und Jungen keine unüberwindbaren finanziellen Hürden zu errichten.
Die Naturerlebnis- und Abenteuercamps sind in Eberswalde und Umgebung so beliebt, dass es immer wieder zu Anfragen weiterer Schulen kommt. "Aber schon weil wir die pädagogische Qualität halten wollen, kommt es für uns absolut nicht in Frage, dieses Angebot weiter auszubauen", sagt Hardy Lux.
"Dafür haben wir für das Sommercamp, das an gleicher Stelle vom 22. bis 29. Juli ausgerichtet wird, noch einige Plätze frei", teilt Kerstin Hildebrand mit, die ebenfalls beim BSIJ arbeitet. Auf die sieben bis elf Jahre alten Kinder würden Erholung, Abenteuer, Spiel und Spaß warten. Unter anderem sei der Besuch eines Reiterhofes in Joachimsthal vorgesehen. In den Herbstferien richte der Verein an den beiden Eltern-Kind-Zentren von Eberswalde abwechslungsreiche Ferienspiele aus, fügt Kerstin Hildebrand hinzu, die für den BSIJ zudem Sozialarbeit an der Karl-Sellheim-Schule leistet. Ihre Kollegin Elke Mehnert betreut unter anderem zwei Mädchengruppen.
Infos unter www.bsij-ev.de