Von Britta Gallrein
Bernau (MOZ) Am Ende hielt es in der ausverkauften St. Mairien Kirche fast niemanden mehr auf seinem Sitz. Das Konzert von Kathy Kelly und den Bernauer Sängern am Sonntagabend in der St. Marien Kirche bot Emotionen pur – und Gänsehaut.
„Es war der helle Wahnsinn“, meint Christine Götze. Das Vorstandsmitglied der Bernauer Sänger zeigte sich nach dem Konzert noch tief beeindruckt von der Stimmung. „Das war ein absoluter Höhepunkt in unserem Chorleben.“ Das meistbesuchte Konzert, das die Sänger als Einzelkonzert gegeben haben. ?920 Karten wurden verkauft. Die 800 Plätze reichten nicht, Viele Besucher mussten stehen.
Als Experiment hatte es begonnen. Seit Frühjahr suchten die Bernauer Sänger Gäste, die Lust am Proben für das Konzert mit Kathy Kelly hatten. Schon bei der ersten Probe im Mai zeichnete sich ab: Das Ganze könnte ein Erfolg werden. Rund 20 Neugierige kamen, um den Spaß am gemeinsamen Singen zu erleben. Chorleiter Andreas Wiedermann macht es den „Neuen“ leicht. Mit der nötigen Konzentration, aber auch einer großen Portion Spaß zeigte er, wie viel Vergnügen Singen machen kann – auch für die, die keine herausragende Stimme haben.
Jeden Donnerstag probten Chor und Gäste fortan gemeinsam. Das Konzert eröffneten die Bernauer Sänger mit den Gästen, die in Schwarz auftraten und dadurch von den Chormitgliedern zu unterscheiden waren, unter anderem „Only You“ von den Flying Picketts, vorgetragen mit viel Pfiff und Elan.
Dann betrat Kathy Kelly die Bühne, die langjährige Produzentin und Frontfrau der „Kelly Family“. Mit ihrer singenden Großfamilie wurde sie weltberühmt. Im Jahr 1999 startete sie ihre Karriere als Solosängerin.
Längst hat sie sich in dem Metier einen Namen gemacht, gilt als „Grand Dame of Gospel and Folk“. Schon mit ihrem ersten Lied bewies Kelly, warum dem so ist.
Begleitet von Andreas Recktenwald am Klavier entfaltete sie gleich die gesamte Spannbreite ihres vollen, starken Mezzosoprans, spielte dabei selbst Akkordeon oder Gitarre.
Die gebürtige Amerikanerin, die inzwischen in Köln und Irland lebt, präsentierte unbekannte und bekannte Songs, wie zum Beispiel „You Raise Me Up“ und „Angel“, einer der bekanntesten Kelly-Songs.
Gefühlvolle Balladen wechselten sich ab mit irischen Folk-Songs und temperamentvollen Spirituals aus Spanien.
Höhepunkt war jedoch der Schluss. Gemeinsam mit den Bernauer Sängern stimmte die Vollblutmusikerin „Go Tell It On The Mountain“, „Amazing Grace“ und „Oh Happy Day“ an.
Die Besucher standen klatschend und tanzend in den Reihen. So auch Grete Fraatz. „Wir haben uns auf die Bank gestellt, weil wir sonst nichts sehen konnten und haben dort getanzt. Das Konzert war einfach ein Gedicht, vor allem die gemeinsam vorgetragenen Lieder“, freute sie sich. Barbara Konrad war sogar eigens aus Wien angereist. Sie hat bereits rund 25 Konzerte von Kathy Kelly miterlebt. „Diese Energie, diese Emotionen. die sie ‘rüber bringt, das ist einfach großartig.“ Die Bernauer Sänger haben seitdem sicherlich zahlreiche Fans mehr.
Von Britta Gallrein
Bernau (MOZ) Am Ende hielt es in der ausverkauften St. Mairien Kirche fast niemandem mehr auf seinem Sitz. Das Konzert von Kathy Kelly und den Bernauer Sängern am Sonntagabend in der St. Marien Kirche bot Emotionen pur – und Gänsehaut.
„Es war der helle Wahnsinn“, fasst Christine Götze zusammen. Das Vorstandsmitglied der Bernauer Sänger zeigte sich im Anschluss an das Konzert noch tief beeindruckt von der Stimmung. „Das war ein absoluter Höhepunkt in unserem Chorleben.“ Und das meistbesuchte, dass die Sänger ja als Einzelkonzert gegeben habe. 920 Karten wurden verkauft, die 800 Plätze reichten längst nicht für alle Besucher, viele mussten stehen.
Als Experiment hatte es begonnen. Im Frühjahr suchten die Bernauer Sänger Gäste, die Lust am gemeinsamen Proben für das Konzert mit Kathy Kelly hatten. Schon bei der ersten gemeinsamen Probe im Mai zeichnete sich ab: Das Ganze könnte ein Erfolg werden. Rund 20 Neugierige kamen, um den Spaß am gemeinsamen Singen zu erleben. Chorleiter Andreas Wiedermann macht es den „Neuen“ leicht. Mit der nötigen Konzentration, aber auch einer großen Portion Spaß zeigte er, wie viel Vergnügen Singen machen kann – auch für die, die keine herausragende Stimme haben.
Jeden Donnerstag probten Chor und Gäste fortan gemeinsam. Das Konzert eröffneten die Bernauer Sänger gemeinsam mit den Gästen, die in Schwarz auftraten und dadurch von den Chormitgliedern zu unterscheiden waren, unter anderem „Only You“ von den Flying Picketts, vorgetragen mit viel Pfiff und Elan.
Dann betrat Kathy Kelly die Bühne, die langjährige Produzentin und Frontfrau der „Kelly Family“. Mit ihr singenden Großfamilie der Fußgängerzone wurde sie weltberühmt. Im Jahr 1999 startete sie ihre Karriere als Solosängerin. Längst hat sie sich in dem Metier einen Namen gemacht, gilt als „Grand Dame of Gospel and Folk“. Und schon mit ihrem ersten Lied bewies Kelly, warum dem so ist. Begleitet von Andreas Recktenwald am Klavier entfaltete sie gleich die gesamte Spannbreite ihres vollen, starken Mezzosoprans, spielte dabei selbst Akkordeon oder Gitarre. Die gebürtige Amerikanerin, die inzwischen in Köln und Irland lebt, präsentierte unbekannte und bekannte Songs, wie zum Beispiel „You Raise Me Up“ und „Angel“, einer der bekanntesten Kelly-Songs. Gefühlvolle Balladen wechselten sich ab mit irischen Folk-Songs und temperamentvollen Spirituals aus Spanien.
Höhepunkt war jedoch der Schluss. Gemeinsam mit den Bernauer Sängern stimmte die Vollblutmusikerin „Go Tell It On The Mountain“, „Amazing Grace“ und „Oh Happy Day“ an. Die Besucher standen klatschten und tanzend in den Reihen. So auch Grete Fraatz. „Wir haben uns auf die Bank gestellt, weil wir sonst nichts sehen konnten und haben dort getanzt. Das Konzert war einfach ein Gedicht, vor allem die gemeinsam vorgetragenen Lieder“, freute sie sich. Barbara Konrad war sogar eigens aus Wien angereist. Sie hat bereits rund 25 Konzerte von Kathy Kelly miterlebt. „Diese Energie, diese Emotionen die sie rüber bringt, das ist einfach großartig.“ Und die Bernauer Sänger haben seitdem sicherlich zahlreiche Fans mehr.