Wie in jedem Jahr machen die Humboldtianer den Anfang unter den klassischen Gymnasien: Um 15 Uhr erhalten die Abiturienten ihre Zeugnisse im Kloster Chorin. 64 Schüler sind es in diesem Jahr. Einer von ihnen hat es nicht im ersten Anlauf gepackt. Insgesamt kann Schulchef Meier nur schwärmen. "Über ein Drittel unserer Abiturienten hat eine Eins vor dem Komma", sagt er.
Auch die Traumnote 1,0 ist wieder vertreten, und das nicht nur einmal, lässt Meier durchblicken. Aber: "Die Zahlen werden erst in der Abiturrede geöffnet" - Abiturienten und Lehrer sollen die ersten sein, die sie erfahren.
Ebenfalls im Kloster, heute um 18 Uhr, bekommen die Absolventen vom Gymnasium Finow ihre Zeugnisse. "Wir haben eine Abiturientin mit einem Durchschnitt von 1,1", sagt Schulleiter Hartmut Mahling. Jahrgangsbeste der Schule ist somit die 18-jährige Finowfurterin Constanze Augst.
Darüber hinaus äußert sich Mahling weniger zufrieden. Zahlenmäßig war der Jahrgang schwach. "Es ist dieser und der nächste Jahrgang, bei dem der demografische Knick so richtig reingehauen hat." Auch der Gesamtdurchschnitt sei abgefallen. 41 Gymnasiasten waren in Finow zur Abiturprüfung zugelassen. 39 haben es geschafft, davon fünf mit einem Einser-Abi.
Aber auch an vier weiteren Bildungseinrichtungen im Oberbarnim haben 52 Schüler das Abi in der Tasche. Am Beruflichen Gymnasium vom Oberstufenzentrum 2 in Eberswalde bekamen 25 Jugendliche nach 13 Schuljahren schon am Sonnabend ihre Zeugnisse. An den Eberswalder Oberbarnimschulen, die ebenfalls das Abitur am Beruflichen Gymnasium anbieten, feiern sieben Schüler aus der 13. am 4. Juli. Der beste Durchschnitt liegt hier bei 1,5. "Die Schüler haben es gut gemacht", sagt Campusleiterin Annett Drechsler.
"Wir sind sehr zufrieden", sagt Schulchefin Brigitte Meier für das Freie Joachimsthaler Gymnasium. Ihre zwölf Abiturienten kommen auf einen Durchschnitt von 2,1, angeführt von einer 1,3. Sie erhalten die Zeugnisse heute in Liepe. In Joachimsthal wiederum feiern am Sonnabend die Abiturienten der Kinder- und Jugendakademie. Von neun Schülern haben acht das Abi geschafft. "Sechs mit einer Eins vor dem Komma", sagt Lehrerin Anja Gohl-Wolfram. Die meisten, weiß sie, gehen erst einmal ins Ausland - zum Beispiel nach Neuseeland oder Südamerika.