"Als größtes Oberstufenzentrum im Nordosten Brandenburgs sehen wir es als Verpflichtung an, uns den sich verändernden technischen Entwicklungen anzupassen", sagt André Haase, stellvertretender Schulleiter. Überlegungen, das Online-Berichtsheft zu nutzen, gab es seit Anfang 2012. "Jetzt haben wir gesagt: Wir müssen endlich den Start herbeiführen."
Das OSZ ist mit digitalen Schultafeln ausgerüstet und verfügt über 180 Laptops. Zudem arbeitet die Mechatronikerklasse, die nun auch den Probelauf bestreitet, mit Schul-Smartphones. Die Digitalisierung solle konsequent weitergeführt werden, so Haase. "Jetzt kommen diese Dinge zusammen wie ein Puzzlespiel." BloK steht dabei für Online-Berichtsheft zur Stärkung der Lernortkooperation - ein Angebot der Bildungsportal Sachsen GmbH, einer Tochterfirma der sächsischen Hochschulen. Vor allem die Kommunikation zwischen Schule, Ausbildern und Azubis soll damit leichter werden.
"Vom Prinzip her finde ich das interessant", sagt Rüdiger Stahr. Der Ausbilder von der Klenk Holz AG in Baruth (Teltow-Fläming) betreut insgesamt 17 Holzbearbeitungsmechaniker, die am OSZ lernen. Azubis den Nutzen der Ausbildungsnachweise auf Papier zu vermitteln, sei schwierig, hofft Stahr auf Verbesserungen. Skeptischer ist Christian Schneider, Mechatronikerlehrling aus Oderberg. "Ich brauch's nicht", sagt er. Zu zeitaufwendig, Handys seien zu klein, "der Ausbilder hat schon jetzt kaum Zeit, das Berichtsheft anzusehen", begründet er die Vorbehalte. Auch das Thema Datenschutz sei noch nicht ganz geklärt.
"Wichtig war uns, dass die beteiligten Kammern die Onlinenachweise für die Prüfungen anerkennen", sagt André Haase. Zum Ausbildungsende der Testklassen in einem Jahr will er die Erfahrungen auswerten.