"Die stehen voll unter Adrenalin", so Gloede. "Wir haben eine Stunde gerechnet, aber nach 30 Minuten hatten die Mädchen und Jungen alle Verletzten geborgen und auch fast alles richtig gemacht."
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So musste Erste Hilfe ebenso sitzen, wie der Atemschutz, denn aus dem Zug qualmte dicker Disco-Rauch. Drei-Wege-Löschverfahren standen zur Verfügung, auch eine Rettungsplattform wurde aufgebaut. Dazu kam die Zusammenarbeit der durchmischten Teams mit dem Notfalldienst der ODEG, Sven Reiher. "Wir finden die Übung für uns ebenso interessant", sagte Eisenbahnbetriebsleiter Jörg Kiehn. Sein Betrieb unterstützt die Jugendfeuerwehr gern und sorgte auch am Ausbildungstag, der schon am Morgen mit theoretischen Stunden und Übungen auf dem Gelände des Binnenhafens begonnen hatte, fürs Mittagessen.
"Dennoch: Für uns steht der Spaß im Mittelpunkt", so Gloede, der alle zwei Jahr solche Übungen organisiert. Die Kinder und Jugendlichen lernten viel. Der neunjährige Marius Reck aus Finow fand es aufregend: "Alles sah so echt aus."
Getümmel: 21 Jugendfeuerwehrkinder waren voll im Einsatz, als sie am inszenierten Unfallort eintrafen und handeln mussten.
Jugendfeuerwehren aus Finow und Potsdam proben den Ernstfall mit fast echten Verletzten