Mit der Performance glückte der Künstlerin Antoinette die Einladung in ihre Atelier-Laden-Galerie in der Breiten Straße 23. Die "Stadtmalerei" eröffnete sie am Samstagabend offiziell - bei übervollem Haus drinnen und auf dem Hof. Sie sei sehr gerührt, sagte Antoinette vor mehr als 50 Gästen. "Das ist so toll, dass ihr alle gekommen seid."
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Vor zwei Jahren war die 1956 in Dresden geborene Künstlerin, die ihren Vornamen zum Künstlernamen gemacht hat und die sich - ihrem berühmten Mitschüler Neo Rauch gleich - in der Leipziger Schule verortet, von Berlin-Kreuzberg nach Eberswalde gezogen. Von der Direktlandung im Herzen der Stadt war damals noch nichts abzusehen. "Jeder Ort verlangt einem ja etwas anderes ab", sagt Antoinette, die selbst seit Langem große internationale Anerkennung erfährt.
Im Atelier im Rofinpark war das zunächst auch eine gewisse Abgeschiedenheit. Dennoch gelang es ihr, eine Großzahl der Berliner Gäste ihres namhaften Salons mitzunehmen in die Stadt am Finowkanal. Mittlerweile sind viele Eberswalder Freunde der Hochkultur hinzugekommen.
Viele von ihnen, auch von den Eberswalder und Berliner Frauen, die ihr Modell sitzen, kamen zur Eröffnung des Ladens, in dem ein Ausschnitt ihres breiten Schaffens von Bronzen über Porträtarbeiten aus dem "Sittengemälde" - die Ausstellung zur Jahrtausendwende in Berlin hatte 20 000 Gäste - Lampenschirme und Taschen mit Zeichnungen, Landschaften, Stillleben und vieles mehr. Im Rofinpark entstehen die großen Arbeiten, im Stadtzentrum fertigt Antoinette Porträts.
"Für unsere Kultur- und Kunstszene ist das eine enorme Bereicherung", würdigt Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski die Neueröffnung im Stadtzentrum. Mit der Künstlerin sei er zudem im Gespräch über weitergehende Pläne für Eberswalde.
Rosemarie Morche, die seit Jahrzehnten in Rostock lebt, ließ sich auf Besuch in ihrer Geburtsstadt von den Models auf dem roten Teppich ins neu eröffnete Atelier entführen. "Ich bin sehr beeindruckt von der Idee und ich staune, wie Eberswalde sich von seinem schlechten Ruf wegentwickelt hat."
Das Spannende für sie sei, "dass es hier noch einen bestellbaren Raum gibt", sagt Antoinette über die Stadt. Seit fünf Wochen bestellt sie bereits die "Stadtmalerei", gab dort unter anderem einen Porträtkurs. "Ich bin ganz glücklich darüber, wie viele Leute hier schon waren."
Eröffnungspreis: Künstlerin Antoinette (l.) ehrt Veronika Brodmann von den Mühlenkünstlern mit "Herzensgeld". "Ohne Vroni gäbe es diesen Laden nicht", sagt sie. Auch die Performance am Marktplatz prägte der Verein. Die Models zeigten Fantasiekostüme von Sabine Eggeling.Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
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Antoinette eröffnet Ladengalerie und Atelier nah am Puls Eberswaldes / Performance auf rotem Teppich vom Kirchenhang bis zum Marktplatz
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