Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes und Beschäftigte einiger kommunaler Verwaltungen, wie etwa der Stadtverwaltung Prenzlau und der Kreisverwaltung Uckermark sowie viele Erzieher, darunter Beschäftigte der Gemeinde Panketal, haben am Donnerstagvormittag am Schiffshebewerk in Niederfinow lauten Protest geübt. Aufgerufen zur Streikkundgebung hatte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Die Aktion, an der sich etwa 200 Menschen beteiligten, soll in der bundesweiten Tarifrunde für den öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen Druck machen. Auch das Schiffshebewerk sollte ganztägig stillstehen.
In der Tarifrunde fordert  die Gewerkschaft eine Erhöhung der Entgelte der Beschäftigten um 4,8 Prozent, mindestens jedoch um 150 Euro monatlich, eine Erhöhung der Auszubildendenvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro bei einer Tarifvertragslaufzeit von zwölf Monaten.

Es geht auch um bessere Arbeitsbedingungen

Ihr gehe es nicht vorrangig um mehr Lohn, sagte eine Kita-Erzieherin aus Prenzlau, die bei 30 Stunden mit 2400 Euro vergütet werde. Wichtiger seien ihr bessere Arbeitsbedingungen, etwa mit Blick auf den Personalschlüssel. Auch die Angleichung ans Westniveau war bei den Streikenden ein Thema.
Wie Ver.di-Tarifsekretärin Astrid Westhoff gegenüber der MOZ erklärte, liege das Bruttogehalt für eine  ungelernte Tätigkeit im öffentlichen Dienst bei 1900 Euro, bei Führungskräften mit 20 Berufsjahren bis zu 6850 Euro. Der Schnitt liege in der kommunalen Verwaltung bei 3000 Euro Brutto.