Zum Schluss gibt es Geschenke. Auf dem Spielplatz in der Sommerfelder Siedlung steht seit Mittwochabend eine Kiste, die Spaten, Schaufeln, Harken und Eimer im Mini-Format enthält, die zum Buddeln im Sand förmlich einladen. Eines der Geräte aus Plastik übergibt Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski an Sebastian Zielke, der dem Ortsbeirat von Sommerfelde angehört und, in diesem Zusammenhang noch wichtiger, Papa eines fünf Monate alten Jungen und eines vier Jahre alten Mädchens ist.

Nachbarn des Dorfgemeinschaftshauses beschweren sich massiv

Der jährliche Rundgang der Sommerfelder mit den Vertretern der Eberswalder Rathausspitze hat am Depot der freiwilligen Feuerwehr begonnen – mit massiven Beschwerden direkter Anwohner über „die furchtbar vielen Privatfeiern“ im Dorfgemeinschaftshaus, die regelmäßig außer Rand und Band geraten würden. „Der Ortsbeirat bekommt das Problem einfach nicht in den Griff“, lautet die Kritik an Ortsvorsteher Helmut Herold und seine Mitstreiter, zu denen überdies Jack Jorde zählt.
Das Stadtoberhaupt fragt nach und erfährt, dass es in diesem Jahr erst sieben Privatfeiern im Dorfgemeinschaftshaus gegeben hat. „Das ist ja nicht einmal eine Party pro Monat“, sagt Friedhelm Boginski und verspricht den Beschwerdeführern, dass ihr Anliegen dennoch ernst genommen werde. Dies sei mit dem dafür zuständigen Ortsbeirat bereits besprochen. Grundsätzlich plädiert der Bürgermeister dafür, kompromissbereit zu sein. „Dafür wohnen wir zu dicht am Dorfgemeinschaftshaus“, lautet die Antwort der unter dem Partykrach leidenden Anwohner.

Ortsvorsteher Helmut Herold spricht mit Betroffenen

Der Ortsvorsteher kündigt an, das Gespräch mit den Betroffenen zu suchen. „Außerdem werden wir einen Aushang erstellen, auf dem erklärt wird, dass ab 22 Uhr jeder Lärm auf Zimmerlautstärke gedrosselt werden muss“, stellt Helmut Herold in Aussicht,
Sommerfelde leide unter dem dichten Verkehr auf der innerörtlichen B 167, betont Jack Jorde vom Ortsbeirat, der sich um die Sicherheit der Schulkinder sorgt. Leider verfügte die digitale Anzeigetafel am Ortseingang nicht über ein Zählwerk. „Wir brauchen Fakten, wenn wir uns beim Landesbetrieb  für Maßnahmen der Verkehrsberuhigung einsetzen wollen“, sagt er.

Es könnte auf der B 167 häufiger blitzen

Eberswaldes Baudezernentin Anne Fellner sagt zu, dem Ortsbeirat die Ergebnisse der letzten Verkehrszählung in Sommerfelde zur Verfügung zu stellen, die aber bereits einige Zeit zurückliege. „Wenn Sie nach der Lektüre den Eindruck haben, dass sich die Situation verschlechtert hat, dann können wir gern einen Termin vereinbaren, um erneut vorübergehend ein Dialogdisplay mit Zählwerk aufzustellen“, bietet die Dezernentin an.
Ihr Kollege Jan König, im Rathaus für Wirtschaft und Bildung zuständig, erklärt, dass er dem Ordnungsamt nahelegen werde, wieder häufiger in Sommerfelde zu blitzen. „Das wirkt vielleicht abschreckend“, sagt er.

Wie die Altersgruppen in Sommerfelde verteilt sind


Der Ortsteil Sommerfelde zählt mit Stand vom 31. August dieses Jahres 445 Einwohner. 141 Sommerfelder sind 45 bis 64, 102 Einwohner 25 bis 44 Jahre, 55 Einwohner 65 bis 74, 49 Einwohner 6 bis 15 Jahre, 29 Einwohner ab 80, je 19 Einwohner 16 bis 24 und 75 bis 79 sowie 18 Einwohner 0 bis 5 Jahre alt.  432 Einwohner sind mit dem Hauptwohnsitz und 13 mit dem Nebenwohnsitz in Sommerfelde gemeldet.