"Wir sind vielleicht etwas blauäugig ins Projekt reingegangen", so Krassuski auf die Frage, ob sein Verein den Solar-Explorer noch einmal bauen lassen würde. 2012 wurde das Schiff fertiggestellt. Damals sei man mitten in die Solarkrise hineingeschlittert. Wegen der hohen Kosten war das Schulungsboot umstritten. 80000Euro verschlingt allein der Betrieb pro Jahr, davon 11000Euro für die Versicherung. Geld, das durch Kinder und Studenten, die das Angebot vorrangig nutzen, nicht wieder eingespielt werden kann. Das Projekt bleibt auf Fördermittel angewiesen.
Jenseits des Schulungsschiffes liegt ein Hauptaugenmerk des Kulturlandschaftsvereins auf dem Weltnaturerbe Buchenwald Grumsin. An dessen Nordrand wollen Krassuski und Co. nun die in den 1970er-Jahren verschwundene europäische Sumpfschildkröte wieder ansiedeln. Kritisiert wurde der Verein zur Kuratoriumssitzung wegen mangelhafter Öffentlichkeitsarbeit und Transparenz. Man bekomme von seiner Arbeit wenig mit, hieß es.
Mehr von ihrer Arbeit würde auch Biosphärenreservats-Leiterin Ulrike Garbe gern mitteilen. Nur scheint das Interesse bei den Verwaltungs- und Ortschefs der Region verhalten. So sei zum jüngsten Aktionstag keiner der angemailten Amtsdirektoren und Ortsbürgermeister des Gebiets erschienen. Die Anwesenden Dirk Protzmann und Jörg Matthes erklärten das mit der Termindichte am Wochenende.
Inhaltlich beschäftigt die momentan elf Mitarbeiter und zwei Bundesfreiwilligen im Biosphärenreservat derzeit eine Tourismuskonzeption. Neu im Team ist Frieder Mundt. Er ist Schorfheide-Chorins Klimawandelmanager im Rahmen des von der Europäischen Union aufgelegten Zenapa-Projekts (Zero Emission Nature Protection Areas), das auf die CO2-Neutralität von Großschutzgebieten abzielt.