Anschließend konnten die Studenten fünf Fachleuten aus Forst und Wissenschaft Fragen stellen. Darüber, wie sich der Klimawandel im Wald bereits heute zeigt. Aufschluss geben beispielsweise Kameras, die den Blattaustrieb messen. Dieser ereigne sich immer zeitiger, wie Ralf Kätzel vom Landesbetrieb Forst berichtete. Ein anderer Indikator sei das schnellere Waldwachstum. Kätzel wies auch darauf hin, dass wir uns noch ganz am Anfang eines Klimawandels befänden.
Für Eberhard Luft, Leiter der Landeswaldoberförsterei Chorin, besteht auch kein Zweifel daran, dass dieser Wandel angesichts des CO²-Ausstoßes menschengemacht ist. Im Wald sehe man diesen deutlich. Für den Jagdexperten Lubomir Blasko sind auch Auswirkungen auf die Wildpopulation denkbar. Er sprach von der höchsten Schwarzwildpopulation seit zehn Jahren. Das habe zum einen klimatische Gründe aber auch landwirtschaftliche, wie große Maisschläge, die die Schweine aus dem Wald locken und die Abschusschancen verringern.
Blasko, der auch in seinem Heimatland Slowakei forscht, untersucht dort die steigende Zahl von Braunbären. Doch auch dabei sind vielerlei Gründe im Spiel. So hat der Artenschutz im Sinne des EU-Rechts die Abschussquote der Tiere im Land gedrückt.