„Ein Platz für alle“, hieß es im vergangenen Jahr. 15 Mal hatte die Stadt den Potsdamer Platz im Sommer mit kleinen Aktionen bespielt – eine Charmeoffensive für den Problemplatz im Brennpunkt-Kiez, die das stadteigene Quartiersmanagement für das Brandenburgische Viertel gestartet hatte.
Als Zentrum des Stadtteils, in dem circa 6500 der rund 41  000 Eberswalder leben, beschäftigen der Potsdamer Platz und seine Umgebung auch die neuen Quartiersmanagerinnen aus Berlin. Am Donnerstag ist er die Überschrift für einen von fünf Workshop-Tischen, an denen in der Grundschule Schwärzesee Ideen für ein besseres Brandenburgisches Viertel gesucht werden. Das Büro Stern, das bis Ende September 2019 das Quartiersmanagement betreibt, und die Stadt Eberswalde haben zu einem Trägertreffen eingeladen.
Gekommen sind etwa 50 Vertreter von Vereinen, Kitas, Polizei und anderen Institutionen, die in dem Plattenbaugebiet aktiv sind. „Sie wissen am besten, was das Viertel braucht“, sagt Eberswaldes Sozialdezernent ihnen zur Eröffnung.
Gefragt sei zum einen der kurzfristige Blick. „Was ist in den nächsten eineinhalb Jahren möglich, wo kann das Quartiersmanagement unterstützen?“, moderiert Stern-Prokuristin Beatrice Siegert die Veranstaltung an. „Und: Wo braucht man einen längeren Atem?“ Die Stern GmbH arbeitet im Auftrag der Stadt auch an einem Integrierten Entwicklungskonzept für das Viertel – die Voraussetzung, um das Programm Soziale Stadt weiterzuführen. Bis 2019 erhält Eberswalde daraus Zuschüsse für den Stadtteil. Nach einem Stadtverordnetenbeschluss sollen Mittel nun für die Folgejahre bis 2023 beantragt werden.
Vor allem auf den Punkt „Sozialen Zusammenhalt stärken“ setzt das Quartiersmanagement in dem Maßnahmenkonzept. So geht es an den Workshoptischen am Donnerstag unter anderem um das Image des Brandenburgischen Viertels, um Integration und die soziale Infrastruktur.
Ein fruchtbares Treffen, findet Beatrice Siegert, die drei Ergebnisse herausstellt: „Es geht um Vernetzung und Kommunikation“, sagt sie. „Alle machen wahnsinnig viel.“ Die vielen Angebote, die es schon gibt, sollten gebündelt der Öffentlichkeit präsentiert werden. Außerdem werde eine honorierte Stelle für Kultur- bzw. Sprachmittlung benötigt. „Und es gibt den Wunsch nach einem Ort, an dem man sich treffen kann. Das könnte ein Quartierszentrum sein.“Künftig sollen Trägertreffen zweimal im Jahr stattfinden, das nächste Mal im November.