Nein! Die Gründer der neuen „Bürgerinitiative gegen die Nordvariante der B 167 neu“ sprechen sich klar gegen den Bau der Ortsumgehungsstraße aus. Jetzt wollen sie sich noch stärker einmischen und vor allem die Öffentlichkeit suchen und Mitglieder gewinnen.
Die Clara-Zetkin-Siedlung in Eberswalde macht mobil: Nicht länger wollen die Anwohner die Baupläne für die Umgehungsstraße B 167 neu hinnehmen. Am Dienstagabend gründeten sie daher eine Bürgerinitiative gegen die Nordvariante des geplanten Verkehrsprojektes, um den Bau zu verhindern und um eine Alternativlösung zu finden. Zumindest möchten die Gegner aber einen Lärmschutz für die betroffenen Gebiete erwirken. Denn ein Schallschutz ist nicht vorgesehen. Nach Berechnungen des Landesbetriebs für Straßenwesen zum Immissionsschutz würden die Grenzwerte nicht erreicht, die so eine Vorrichtung rechtfertigen würden. Stadt und Bürger stellen diese Ergebnisse jedoch in Frage und fordern eine neue Prüfung. „Wenn es keinen Lärmschutz gibt, ist der Gesundheitsschutz der Bürger nicht mehr gewährleistet“, sagte Ingolf Scholler, Bewohner der Zetkinsiedlung.
Zusammen wollen die Betroffenen nun mit der Bürgerinitiative stärker aktiv werden. „Wenn so etwas mit unseren Steuergeldern geplant wird, sollte es ja auch den Bürgern zugute kommen. Und wenn das nicht passiert, muss einfach etwas getan werden“, machte Christian Pfeiffer deutlich. „Wir müssen Öffentlichkeit schaffen und die Leute aus der Lethargie reißen, weil sich viele der Folgen nicht bewusst sind.“
Seit der Gründung vor zwei Tagen hat die Initiative allerdings erst zehn Mitglieder. „Wir sind davon ausgegangen, dass mehr Bewohner dem Aufruf zur Gründerversammlung folgen“, sagte Oskar Dietterle, der nun das Amt des Vorstandsvorsitzenden inne hat. Er hofft, dass an der zweiten Sitzung mehr Anwohner teilnehmen und er vielleicht auch neue Mitglieder für das Projekt gewinnen kann.
Nadine Rapsch und Sebastian Müller sind über die Plakate auf die Veranstaltung aufmerksam geworden. Sie wohnen in der Scheeringerstraße. „Es ist relativ ruhig hier und wir wollen auch, dass das so bleibt“, erklärt der junge Mann seine Bewegunggründe, Mitglied zu werden. Auch Thomas Kabelitz folgte der Einladung. Der Berliner hat sich am Oder-Havel-Kanal ein Wochenendgrundstück gekauft und sieht durch den Straßenbau auch den Wert des Grundstückes gemindert.
Seit gestern haben die Gründer auch ihre Internetseite freigeschaltet, auf der alle Dokumente, Informationen und Kartenmaterial über die ?B 167 neu zu finden sind.
Mehr Informationen unter ?www.b167-gegen-die-nordvariante.de, nächster Sitzungstermin: 3. November, 19 Uhr, Ort wird noch bekannt gegeben