Die Veröffentlichung des Landesamtes für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit am 25. März bestätigte, was sich in den letzten Tagen bereits landesweit abzeichnete. Auch der Landkreis Barnim hat mit einer Inzidenz von 110,1 nun die kritische Grenze von 100 Corona-Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten.

Barnims Einzelhandel müsste wieder schließen

Landrat Daniel Kurth, zugleich Leiter des Krisenstabes, zeigt sich besorgt: „Wir müssen davon ausgehen, dass die Lage weiter angespannt bleibt. Hält sich die Inzidenz drei Tage lang über der 100er Marke, bin ich nach Landesverordnung verpflichtet, dies amtlich festzustellen. Die daraus möglicherweise ab Montag erwachsenden Einschränkungen im Kreisgebiet Barnim ergeben sich aus der geltenden Eindämmungsverordnung des Landes.“
Nach der aktuellen Corona-Eindämmungsverordnung wären der Aufenthalt im öffentlichen Raum, die Durchführung von Veranstaltungen und privaten Feiern nur mit den Angehörigen des eigenen Haushalts und mit einer weiteren haushaltsfremden Person gestattet, Verkaufsstellen des Einzelhandels zu schließen, außer beispielsweise Lebensmittelmärkte, Apotheken und Tankstellen, der Individualsport auf allen Sportanlagen unter freiem Himmel nur allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts zulässig sowie Gedenkstätten, Museen, Ausstellungshäuser, Galerien, Planetarien, Archive und öffentliche Bibliotheken für den Publikumsverkehr zu schließen.

Mehr tagesaktuelle Schnelltests Pflicht

Der jüngste Bund-Länder-Beschluss sieht noch darüber hinaus gehende Einschränkungen vor. Setzt das Land Brandenburg diese Vereinbarungen um, hieße dies zusätzlich eine Tragepflicht medizinischer Masken von Mitfahrern auch im privaten Pkw, soweit diese nicht dem Hausstand des Fahrers angehören, in Bereichen, in denen die Einhaltung von Abstandsregeln und konsequentes Maskentragen erschwert sind, tagesaktuelle Schnelltests zur Voraussetzung zu machen, Ausgangsbeschränkungen und verschärfte Kontaktbeschränkungen.
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