Am 1. Mai wurden im Rahmen einer kurzfristig organisierten Aktion im Impfzentrum Eberswalde 395 Einsatzkräfte der Feuerwehren und der Hilfsorganisationen des Landkreises Barnim gegen das Coronavirus geimpft. Möglich wurde dies, nachdem das Innenministerium des Landes Brandenburg am 29. April ein Sonderkontingent zur Impfung von ehrenamtlichen Einsatzkräften freigegeben hatte.

Sonderkontingente an Impfdosen

In einem Großteil der Landkreise herrsche derzeit die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe, hatte das Brandenburger Innenministerium am 28. April in einem Schreiben an die Landrätinnen und Landräte sowie Oberbürgermeister des Landes mitgeteilt. Um angesichts der beginnenden Waldbrandsaison eine zügige Immunisierung der Einsatzkräfte herstellen zu können und damit deren Einsatzbereitschaft im Ernstfall zu gewährleisten, hatte der Impfstab des Landes den Landkreisen und kreisfreien Städten Sonderkontingente an Impfdosen zur Verfügung gestellt. Nach kurzer Beratung hatte sich der Krisenstab des Landkreises Barnim dazu entschieden, das Angebot anzunehmen und kurzfristig eine Impfaktion am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, im Eberswalder Impfzentrum organisiert.

Zusammenspiel mehrerer Institutionen

Die Vorbereitung für die Impfungen an dem eigentlich dienstfreien Feiertag wurde ebenso wie die Impfungen selbst im Zusammenspiel der Johanniter-Unfall-Hilfe, des Deutschen Roten Kreuzes, der Bundeswehr, des Rettungsdienstes und weiterer Beteiligter organisiert. Dadurch konnten in Zusammenarbeit mit den Ämtern und Gemeinden des Landkreises und den Leitungen der Hilfsorganisationen die betreffenden Einsatzkräfte von einem Tag auf den anderen eingeladen werden. Dabei wurden insbesondere jene berücksichtigt, die in der Brandschutzeinheit des Landkreises zum Beispiel bei großen Waldbränden eingesetzt werden. Ebenso diejenigen, die bei solchen Einsätzen die Versorgung, den Sanitätsdienst und die Führung übernehmen. Innerhalb von vier Stunden wurden sie durch die drei kurzfristig organisierten Ärzteteams geimpft.

Dank an Brandenburgs Innenminister

Barnims Landrat Daniel Kurth zeigte sich am 1. Mai vor Ort erfreut: „Dass dieser Impftag in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt werden konnte und ihn so viele Einsatzkräfte in ihrer Freizeit genutzt haben, zeugt von der Leistungsfähigkeit und dem vertrauten Miteinander aller Beteiligter. Allen Akteuren und allen, die sich haben impfen lassen, gilt mein großer Dank! Ich danke aber auch Innenminister Michael Stübgen für die Freigabe des Impfkontingents. Das Land trägt damit wesentlich dazu bei, dass die ehrenamtlichen Einsatzkräfte besser geschützt werden und die hohe Einsatzbereitschaft weiter aufrechterhalten wird. Ich verbinde dies mit der Hoffnung, dass noch weitere Impfdosen für diesen Zweck freigegeben werden können.“
Die Zweitimpfungen für die im Rahmen der Aktion geimpften Einsatzkräfte werden im Juni stattfinden.