Lediglich vier Corona-Neuinfektionen meldet das Barnimer Gesundheitsamt am Dienstag. Zudem gibt es keine weiteren Todesfälle. Die positive Nachricht ist Experten des Robert-Koch-Instituts zufolge allerdings mit großer Vorsicht zu genießen. Denn über die Osterfeiertage wurde weniger getestet, es gab weniger Arztbesuche und Meldungen verzögern sich. Ein echtes Abbild des aktuellen Pandemiegeschehens wird erst in den kommenden Tagen erwartet.
Was allerdings in der Barnimer Statistik auffällt: Seit 1. April liegt die Zahl der aktuell Erkrankten täglich über 700. Damit gibt es so viele Patienten wie noch nie während der Corona-Krise. Mit Stand 5. April, 13 Uhr, sind es genau 737. Davon allein 204 in Eberswalde und 169 in Bernau. Die vier Neuansteckungen wurden in Schorfheide (3) und Eberswalde (1) registriert. 1382 Barnimer harren in Quarantäne aus. Das Land gibt die Sieben-Tage-Inzidenz mit 112,3 an.
Im Eberswalder Werner-Forßmann-Krankenhaus werden derzeit 18 Patienten behandelt:
16 Corona-Erkrankte (davon fünf auf der Intensivstation, wovon wiederum vier beatmet werden müssen) und zwei Verdachtsfälle. Den Höchststand an Covid-19-Patienten verzeichnete das Klinikum laut Sprecher Andreas Gericke am 31. Dezember mit 47 Patienten. Damals hatte das „Forßmann“ auch Fälle aus Sachsen übernommen. Der Fachgesellschaft Divi zufolge gibt es momentan im Barnim noch drei freie Plätze auf der ITS.
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