Laut Veröffentlichung des Landesamtes für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit hat die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Barnim den Grenzwert von mehr als 100 Neuinfektionen an drei aufeinanderfolgenden Tagen am 27. März 2021 überschritten. So leitet der Landkreis am Sonntag die neuen Regelungen zur Eindämmungsverordnung ein, die am Sonntag veröffentlicht werden. Ab Montag, 29. März, gelten demnach folgende Schutzmaßnahmen für die Dauer von mindestens 14 Tagen, also auch über Ostern.

Treffen nur pro Haushalt nur mit einer weiteren Person

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist laut der Veröffentlichung nur noch mit Angehörigen des eigenen Haushalts und mit einer weiteren haushaltsfremden Person gestattet. Veranstaltungen mit Unterhaltungscharakter sind nur mit Angehörigen des eigenen Haushalts und mit einer weiteren haushaltsfremden Person gestattet. Private Feiern und Zusammenkünfte dürfen nur mit den Angehörigen des eigenen Haushalts und mit einer weiteren haushaltsfremden Person stattfinden.
Geschäfte schließen. Nicht betroffen sind Lebensmittelgeschäfte, Getränkemärkte, Drogerien, Apotheken, Sanitätshäuser, Reformhäuser, Babyfachmärkten, Buchhandlungen sowie Zeitungs- und Zeitschriftenhandel, Tierbedarfshandel und Futtermittelmärkte, Baufachmärkte, Baumschulen, Gartenfachmärkte, Gärtnereien und Floristikgeschäfte, landwirtschaftliche Direktvermarkter von Lebensmitteln, Tankstellen, Tabakwarenhandel sowie Verkaufsstände auf Wochenmärkten mit zugelassenen Sortimenten. Banken und Sparkassen sowie Poststellen, Optiker und Hörgeräteakustiker, Reinigungen und Waschsalons, Werkstätten für Fahrräder und Kraftfahrzeuge, Abhol- und Lieferdienste bleiben offen. Einzelhandel von Oberbekleidung bis zu Schuhen ist wieder dicht. Damit erledigt sich der kleine Osterbummel, der mit Terminbuchungen möglich war. Vorbestellungen dürfen abgeholt werden.

Öffentliche Einrichtungen werden wieder im Barnim geschlossen

Der Individualsport ist auf allen Sportanlagen unter freiem Himmel nur allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts zulässig, heißt es in dem Erlass. „Gedenkstätten, Museen, Ausstellungshäuser, Galerien, Planetarien, Archive und öffentliche Bibliotheken sind geschlossen“, teilt der Landkreis mit. Zoo Eberswalde, der Wildpark Groß-Schönebeck und der für den 1. April öffnen wollende Familiengarten Eberswalde sind auf Nachfrage im Landratsamt nicht betroffen, wie Sprecherin Jana Mundt bestätigt. Diese Einrichtungen bieten Raum für Spaziergänge im Freien und dürften zu Ostern auf viele Besucher hoffen. Generell gilt insgesamt eine strenge Maskenpflicht. Das Angebot zum kostenfreien Testen in verschiedenen Gemeinden, darunter Panketal, Bernau und Eberswalde sollte stärker genutzt werden.
Landrat Daniel Kurth hatte im Vorfeld mitgeteilt: „Wir müssen davon ausgehen, dass die Lage weiter angespannt bleibt. Hält sich die Inzidenz drei Tage lang über der 100er Marke, bin ich nach Landesverordnung verpflichtet, dies amtlich festzustellen. Die daraus ab Montag erwachsenden Einschränkungen im Kreisgebiet ergeben sich aus der geltenden Eindämmungsverordnung des Landes.“
Alle Informationen gibt es hier.