In Eberswalde haben nach Angaben der Polizei etwa 50 bis 60 Menschen gegen Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie demonstriert. Die von der Friedenskette Barnim offiziell angemeldete Kundgebung fand zwischen 16 und 17 Uhr am Bahnhof statt. Eine Initiative hatte im Vorfeld in mehreren deutschen Städten zu einem Schweigemarsch aufgerufen.
Sie fordert unter dem Motto „Wir müssen reden!“ ein Ende einer „Pandemie von nationaler Tragweite“ ohne Impfstoff und wendet sich gegen die Einschränkungen des Versammlungsrechts wegen des Coronavirus. Außerdem verlangt sie einen selbstbestimmten Umgang mit alten und kranken Angehörigen.
Die Aktion in Eberswalde durfte nur an einem festen Ort stattfinden, nicht als Marsch. Der Veranstalter hatte im Internet dazu aufgerufen, die Corona-Masken symbolisch wegzuwerfen und sich bei geltender Pflicht zum Mund-Nasen-Schutz eine zweite Maske mitzubringen. Ein Polizeisprecher sagte, die Demonstration sei ohne Verstöße verlaufen.
Auch in Cottbus war am Samstag eine Kundgebung von der gleichen Initiative geplant. Die Demonstration wurde aber nach Polizeiangaben nicht zugelassen, weil sie nicht den Vorgaben der Brandenburger Corona-Verordnung entsprach. Vor rund einem Monat hatten rund 300 Menschen in Cottbus bei einer ähnlichen Aktion gegen die Corona-Beschränkungen demonstriert. In Berlin ist für diesen Sonntag ein Schweigemarsch mit 2000 Teilnehmern angemeldet.
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