Die Lieferengpässe an Corona-Impfstoff haben offensichtlich auch den Klinikkonzern GLG erreicht. Der bisherige Ablauf habe „reibungslos funktioniert“, schreibt Geschäftsführerin Dr. Steffi Miroslau im jüngsten Newsletter an die Mitarbeiter in Barnim und Uckermark. Die Aktion ginge „zügig voran“ und die Impfbereitschaft unter den Beschäftigten sei „sehr hoch“.

Nonnemacher: Erstimpfungen ausgesetzt, Zweitimpfungen garantiert

Doch nun ist die Kampagne ins Stocken geraten. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher teilte Ende voriger Woche mit Blick auf die große Knappheit an Dosen mit, dass man das eingeforderte Impftempo stark drosseln müsse. Ab der dritten Kalenderwoche seien „bis auf weiteres alle Erstimpfungen in Akutkliniken ausgesetzt“. Die Zweitimpfungen aber seien „garantiert“. Wobei man das Impfintervall zwischen erstem und zweitem Piks von drei auf vier Wochen angepasst habe. Dies gelte nicht nur für die Krankenhäuser, sondern auch für die Termine in Impfzentren und die mobilen Teams, die Seniorenheime ansteuern. Selbst wenn es zu einem weiteren Lieferausfall bei Biontech/Pfizer und Co. käme, sei so die zweite Spritze gesichert, sagt Nonnemacher.

2000 Impfungen innerhalb von zwei Wochen

Nach dem Impfstart am 5. Januar in den Häusern der GLG sind allein in den zwei Wochen um die 2000 Spritzen gegen Covid-19 verabreicht worden, so die Pressestelle. Die höchste Impfrate innerhalb der Unternehmensgruppe sei in der Reha-Klinik Wolletzsee zu verzeichnen.
Nach dem Impfgipfel am Montag teilte die Ministerin nun mit, dass das Land bis zum 13. Februar weitere 6000 Dosen von Moderna, im Eberswalder Impfzentrum eingesetzt, und am 7. Februar 19.200 Dosen von AstraZeneca, empfohlen nur für die Altersklasse U65, erwartet.
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