"Grundsätzlich steht unser Treffen allen Interessierten offen", sagt Heinrich Oehme (32), der als Jugendreferent des Evangelischen Kirchenkreises Barnim zum Vorbereitungsstab gehört. Doch traditionell sei es so, dass sich die meisten Mädchen und Jungen über die Evangelische Jugend anmelden würden - erst recht alle, die nicht nur die unterschiedlichen Tagesangebote nutzen, sondern im Camp auch übernachten wollen.
Das Landesjugendcamp ist für alle interessierten 14- bis 27-Jährigen ausgeschrieben. Es bietet Diskussionen, Workshops, Gottesdienste und Konzerte. Alle Veranstaltungen stehen unter dem Motto "Raus aus der Komfortzone", was laut Heinrich Oehme als Aufforderung dazu verstanden werden sollte, bewusst aus der Reihe zu tanzen. "Es ist wichtig, gelegentlich die ausgetretenen Bahnen zu verlassen und dem allgemeinen Gleichschritt zu widerstehen", betont der Kreisjugendreferent. Dies sei die Antwort der evangelischen Jugend auf die Jahreslosung der Landeskirche, die aus dem Jesaja-Wort "Gott spricht: Ich will Euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet" bestehe.
Besonders zu den Konzerten am Abend dürfte sich die Schar der Camp-Teilnehmer um zusätzliche Veranstaltungsbesucher vergrößern. Am Freitag werden die Bands "Two Doors to 69" und "Ducks and Dove" aus dem Cottbuser Raum auf der Freilichtbühne des Familiengartens spielen. Am Sonnabend tritt an gleicher Stelle Christoph Schneider alias Rudio aus Eberswalde mit seinem neuen Projekt "Schneiders Beste" auf, kündigt Heinrich Oehme an. Am Sonntagvormittag gibt es einen Gottesdienst unter freiem Himmel, der allen Generationen offensteht. "Dabei ist auch zu erleben, was auf den Workshops zuvor erarbeitet wurde", berichtet der Jugendreferent. Unter fachkundiger Anleitung können sich die Mädchen und Jungen beim Landesjugendcamp zum Beispiel im Tanzen, im Gospelsingen und im Schlagzeugbedienen ausprobieren.
Gleich vier Veranstaltungszelte werden aufgebaut - als Orte zum Ausruhen, Feiern oder für Podiumsdiskussionen. "Dort läuft auch ein Barbetrieb und die Versorgung mit allen Mahlzeiten", stellt Heinrich Oehme in Aussicht. Die über die Evangelische Jugend angemeldeten Teilnehmer würden eine Rundum-Versorgung erfahren. Für sie sei das Osttor des Familiengartens reserviert. Alle weiteren Tagesgäste kämen bis 18 Uhr, der Schließzeit des Familiengartens, mit einem normalen Ticket und durch den Haupteingang aufs Gelände. Für die Abendkonzerte würden an die externen Besucher extra Eintrittskarten verkauft. "Den Preis kalkulieren wir noch", sagt der Jugendreferent, der für das Camp von Gesamtkosten in Höhe von etwa 40 000 Euro ausgeht. Die Einnahmen kämen je zu einem Drittel von der Landeskirche, vom Land Brandenburg und aus den Teilnehmerbeiträgen.
www.landesjugendcamp.de