Während der jüngsten Sitzung beschäftigten sich Haupt- und Finanz- sowie Entwicklungsausschuss zunächst mit drei Standorten: Serwest, Senftenhütte und Golzow.
In Serwest und Senftenhütte, so Vorsitzender Thomas Polster, sei aufgrund des Zustandes ein Verkauf zu favorisieren. Allerdings unter Auflagen. Im Fall Senftenhütte, wo der Investitionsbedarf immens sei, sollte mit der Veräußerung eine weitere gemeindliche Nutzung vereinbart werden. Denn das kleine Dorf im Wald habe sonst keinen weiteren öffentlichen Treffpunkt.
Im Fall Serwest, das dortige Objekt ist die alte Schule, ermutigte Polster den Ortsbeirat, das Thema noch einmal vor Ort zu besprechen und ein Votum abzugeben. Für Harry Finow und Barbara Kempe kam die Empfehlung offenbar nicht überraschend. "Wir wollten die Schule schon mal verkaufen", erinnerten beide. Allein: Es blieb beim Versuch.
Am kompliziertesten wird es im Fall Golzow beim Objekt Lindenweg 6. In dem Haus hat die Kita "Zauberlinde" ihr Domizil. Zugleich gibt es dort drei Wohnungen, wovon zwei verwaist sind. Diese befänden sich einem nicht vermietbaren Zustand, war man sich einig. Eine Modernisierung sei dringend nötig.
Strittig ist indes die Frage, ob die Gemeinde das Projekt in Angriff nehmen soll. Infrastrukturprojekte, wie etwa der Bau einer Kita, seien für eine Kommune viel wichtiger, hieß es. Steffen Branding, sachkundiger Einwohner, warnte nach einer ersten Kostenschätzung gar davor, dass die Kommune Geld in die Sanierung steckt. Er plädierte für einen Verkauf. Thomas Polster, selbst Golzower, hielt dagegen: Für die Kita gebe es im Dorf keinen anderen Standort.
Der Entwicklungsausschuss will die Debatte um die Choriner Gemeindehäuser mit präzisierten Zahlen vertiefen.