Wie vielfältig die Stiftungslandschaft ist, was sie durch ihr Engagement bewirken und welchen Beitrag sie in der Gesellschaft leisten, wird beim europaweiten Aktionstag gezeigt. Da passte es gut, dass Stiftungsgründer Martin Hoeck seinen mittlerweile achten Diplomatischen Salon am Sonntag anberaumt hatte. Die Reihe soll Interesse und Verständnis für andere Länder und Kulturen wecken. Eingeladen war diesmal der Apostolische Nuntius (Botschafter) des Vatikans, Erzbischof Nikola Eterovic.
Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski ließ es sich nicht nehmen, ein Grußwort zu entrichten, und auch Marco Grensing kam für den Eberswalder Lionsclub zum Zuge.
In einem kurzen Vortrag stellte Eterovic die Rolle der Katholischen Kirche in der Welt dar. Dabei betonte er immer wieder den Friedensgedanken und die Bereitschaft zum Dialog. "Ohne Frieden zwischen den Religionen gibt es keinen Frieden in der Welt", so der Geistliche. Mehr als 100 Besucher fanden den Weg ins Stadtzentrum und hatten einige Fragen. So wie Gabriel Schekatz, der mehr über die zukünftige Rolle der Katholischen Kirche in zunehmend pluralistischen Gesellschaften wissen wollte. Heinz Knoll aus Altenhof fragte, wie die Kirche aktuell zum Zölibat und zur Frauenpriesterschaft stehe.
Darauf hatte der diplomatisch antwortende Apostolische Nuntius eine recht konkrete Antwort parat. Seine Kirche lehne Frauen im Priesteramt ab. Das Zölibat sei in einigen Ländern nicht dogmatisch, in Deutschland aber schon, so Eterovic.
Auch auf die Position der Kirche zur Ehe für alle gab der Bischof eine eindeutige Antwort. Man lehne sie ab, stellte er klar. Im Anschluss an die zirka einstündige Veranstaltung fand noch ein Empfang statt, bei dem es Gelegenheit zum Austausch gab. Eterovic zeigte sich dabei offen für alle Fragen. Martin Hoeck konnte sich über einen gelungenen Abend freuen.
Bereits am Sonnabend hatte der chinesische Pianist Shen Lu in der Märchenvilla ein Benefizkonzert zugunsten der Hoeck-Stiftung gegeben.
In der Präambel der Stiftung ist nachzulesen, dass die Gründung im Bewusstsein eines sich ändernden Zusammenlebens in der Welt stattfand. Die Stiftung soll durch direkte Hilfe und Hilfe zur Selbsthilfe den sozialen Zusammenhalt stärken. Gleichzeitig wollen die Gründer an ihre Frau und Mutter Dagmar Hoeck erinnern, die 2014 im Alter von nur 56 Jahren verstarb. Deshalb kommt stets ein Teil der Einnahmen der Eberswalder Hospizarbeit zugute.
Infos und Spenden: www.hoeck-stiftung.org