Philipp Mörsdorf (29) hat es geschafft, dass ihm am Mittwoch im Oberstufenzentrum II mehr als 100 Jugendliche gebannt an den Lippen hingen.
Der Bernauer ist ehrenamtlicher Helfer für die Deutsche Knochenmarkspender-Datei (DKMS), die bundesweit 6,9 Millionen potenzielle Lebensretter erfasst hat. Sein Vortrag hat die Schüler deshalb mitgerissen, weil er selbst Knochenmarkspender ist. "Meine Stammzellen haben vor zweieinhalb Jahren einen an Knochenkrebs erkrankten kleinen Jungen in Tschechien vor dem Tod bewahrt", berichtete Philipp Mörsdorf. Ihn durchströme bis heute ein tiefes Glücksgefühl, wenn er daran denke. "Es ist so leicht, Gutes zu tun", sagte er.
Den Kontakt zur DKMS hatte die Lehrerin Kathrin Schirmer (29) geknüpft, die am Oberstufenzentrum in Eberswalde Sozialkunde unterrichtet. "Es ist wichtig, dass schon Jugendliche gesellschaftliche Verantwortung übernehmen", betonte sie. Ihr Engagement hat auch eine persönliche Note: Sie ist die Lebensgefährtin von Philipp Mörsdorf.
Bei der Aktion haben sich 135 der 1600 Schülerinnen und Schüler registrieren lassen.