Das Badevergnügen für Schwimmfreudige dürfte sich in Grenzen halten. Die Schwärze ist dort, wo die Spechthausener im Wasser planschen, höchstens noch 1,20 Meter tief. Eine auf bis zu 70 Zentimeter angewachsene Schlammschicht hat dafür gesorgt, dass der Gewässerabschnitt im Laufe der Zeit immer flacher geworden ist.
Vor zwei Jahren hatte die Stadt Eberswalde auf Initiative der Bürgerfraktion Eberswalde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, mit der ermittelt werden sollte, ob die Badestelle entschlammt und damit wiederhergerichtet werden könnte.

Entschlammung der Badestelle mit hohen Kosten verbunden

„Technisch wäre dies zwar aufwändig, aber durchaus umsetzbar“, sagt Conrad Marx. Es spreche aber weit mehr dagegen als dafür, die Badestelle zu revitalisieren, betont der Betreiber eines Ingenieurbüros, das in Spechthausen sitzt. Da wären zum Ersten die gewaltigen Kosten, die Conrad Marx mit „150.000 Euro aufwärts“ angibt. Um die etwa 800 Kubikmeter Schlamm aus dem Gewässer zu holen, die sich  vor, an und hinter der Badestelle abgelagert hätten, müssten ein Schwimmbagger eingesetzt werden, sagt er.
In erster Linie spreche gegen die angestrebte Revitalisierung der Badestelle, dass ihr Erfolg nicht auf Dauer garantiert werden könne, hebt Conrad Marx hervor. Schon der nächste Starkregen könne weitere Schlammmassen flussabwärts treiben.

Austrocknen der Schwärze ist eher unwahrscheinlich

Für Spechthausens Ortsvorsteher Matthias Stiebe ist nach diesem Fazit klar, dass eine Entschlammung nicht in Frage komme. „Wir würden Steuergelder verschwenden“, urteilt er.
Der Auftragnehmer der Machbarkeitsstudie hat den Spechthausenern noch ein kleines Trostpflaster zu bieten. Weil sich die Schwärze an der Badestelle verenge, sei dort die Fließgeschwindigkeit höher. „Das führt dazu, dass der Fluss in diesem Bereich wohl nie komplett verschlammen wird“, sagt der Ingenieur. Wenigstens flach hat die Badestelle im Grünen also eine Zukunft.

Eberswaldes kleinster Ortsteil


Mit 252 Einwohnern ist Spechthausen der kleinste Ortsteil von Eberswalde, Die Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen stellt mit 83 Personen die größte Gruppe. 63 Spechthausener sind zwischen 45 und 64 Jahre alt. Stark vertreten sind auch die Null- bis Fünfjährigen (23). Es gibt 21 Einwohner, die zwischen 65 und 74 Jahre, 16 Einwohner, die zwischen 6 und 15 Jahre, 14 Einwohner, die zwischen 75 und 79 Jahre sowie 13 Einwohner, die zwischen 16 und 24 Jahre alt sind. Fünf Spechthausener sind mindestens 80 Jahre alt. Sämtliche Zahlen stammen aus der Ortsteilstatistik der Stadt Eberswalde vom 31. August 2020.