Auch dieses Jahr werden wieder Preise in unterschiedlichen Kategorien vergeben. Neu ist allerdings das Bestehen einer Jugendjury, welche nun auch Filme evaluiert. Die Preise sind mit jeweils 5000 Euro dotiert.
Zur Eröffnung hat Prof. Wilhelm-Günther Vahrson, der Präsident der Hochschule, die Bedeutung der Ökofilm hervorgehoben.
Dörfersterben zum Auftakt
Zum Auftakt des Festivals lief der 20-minütige Film "Michael Succow: Lüdersdorf darf nicht sterben - Lüdersdorf ist überall!", der die Entwicklungen im Bereich der Landwirtschaft kritisiert. Neben dem Aussterben von Bauernhöfen und Dörfern wurde vor allem die dürftige Qualität des Bodens in Brandenburg thematisiert.
Den Film haben Carsten und Jakob Krüger gemacht, die Recherchen im Film wurden von Professor Michael Succow, Landwirtschaftsökologe und alternativer Nobelpreisträger, vorgenommen. Der Film wurde ebenfalls finanziell von der Michael Succow Stiftung unterstützt. Anschließend luden die Veranstalter zum Diskutieren der kontroversen Themen ein.
Präsentiert wird das Festival vom Globus-Naturkostladen, welcher gleichzeitig die Besucher mit Snacks und Getränken versorgt. Die Ökofilmtour, die unter anderem durch Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen), Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz gefördert wird, bot neben dem abendlichen Filmprogramm auch ein Seminar an, bei dem interessierte Studenten der Hochschule unter der Leitung von Udo Zimmermann und Yann Sochaczewski praktische Auskunft über den Beruf des Naturfilmers erhalten.
Preisverleihung im Herbst
Heute Abend ab 19 Uhr werden das letzte Mal Filme gezeigt, bevor das Festival weiterzieht. Den Abschluss bilden "Waldstück", ein kurzer Film von Studenten, welcher sich mit Hinterlassenschaften der Nazis in einem Wald in Brandenburg beschäftigt, sowie zwei Reportagen vom RBB: der Film "Die Wahrheit über die Zukunft des Waldes", der sich  mit der Bewahrung der biologischen Vielfalt im Kampf gegen den Klimawandel befasst, und der Streifen "Die Spree in Gefahr", bei dem es um Zukunftsfragen, Stadt, Land und Fluss-Renaturierung geht.
Als letzter Film der Ökofilmtour 2020 in Eberswalde wird dann ab 22.30 Uhr der isländische Spielfilm "Gegen den Strom" gezeigt, der sich 110 Minuten lang auf vergnügliche Art und Weise mit den Bemühungen Islands um eine umweltverträgliche Industrie beschäftigt.
Voraussichtlich werden im Herbst dieses Jahres dann die Preise für die Filme vergeben, bevor die Ökofilmtour Anfang 2021 nach Eberswalde zurückkehrt.

Programmtipps für Schulklassen


Begleitend zum eigentlichen Festival gibt es ein Angebot für Schulen, das kostenlos wahrgenommen werden kann. Auch hier ist die Aula im Haus 6 auf dem Stadtcampus der Veranstaltungsort. Dort läuft heute von 9 bis 11 Uhr die WDR-Reportage "Widerstand im Hambacher Forst", die für Schüler ab Klasse 7 geeignet ist. Anschließend gibt es ein Gespräch mit der Regisseurin. Von 11 bis 13 Uhr laufen die Beiträge "Der Zauberlehrling" und "Kann das Elektroauto die Umwelt retten?", die sich für Schüler ab der sechsten Klasse anbieten. Am Freitag sind dann von 9 bis 11 Uhr die Filme "Der Drachen" und "Ein Herz für Bienen – Wie stoppen wir das Insektensterben?" zu sehen, bei denen die Altersempfehlung ab vierter Klasse lautet.  Und von 11 bis 13 Uhr werden zwei Umweltspots zum Thema Handy sowie der Spielfilm "Play" gezeigt, der sich mit den Themen Virtual Reality und Online-Spielsucht befasst. Beide Angebote machen ab der sechsten Klasse Sinn. red

Kurzfristige Anmeldungen unter Tel. 0331 2015535