Mit dieser Einladung habe man bis zum 23. Dezember auf Anhieb weit mehr als 1500 Besucher erreicht, zeigt sich Pfarrer Christoph Brust, Vorsitzender der Kollegialen Leitung im Evangelischen Kirchenkreis Barnim, sehr zufrieden. Und wertet das Debüt als Erfolg. Natürlich sei die Resonanz an den einzelnen Orten zwischen Seefeld und Lunow unterschiedlich gewesen. Mal zählten die Pfarrer 300 Gäste, mal war es "nur" ein gutes Dutzend. Erstaunlich sei die Vielfalt der Veranstaltungen in den Kirchen gewesen. Die Palette reichte vom Adventsmarkt (Basdorf) über Lesungen (etwa Ladeburg) bis zum Schattentheater (Biesenthal). Wobei Konzerte und Mitsingangebote dominierten. "Sehr viele positive Reaktionen gab es allein schon auf das Begleitheft zum Kalender", fügt Brust hinzu.
Mit der Aktion hatte der Barnim eine Initiative der Landeskirche aufgegriffen. Die Idee, im Advent Gemeinschaft zu erleben und Dorfkirchen in den öffentlichen Fokus zu rücken, sie sei aufgegangen. Im Gegensatz zu manch anderem Kirchenkreis sei es gelungen, tatsächlich vom 1. bis 24. Dezember ein durchgängiges Programm auf die Beine zu stellen. Gerade die kleineren Kirchengemeinden, so Brust, haben die Reise auch als eine Form der Wertschätzung empfunden. Für die Gäste wiederum sei das Türchenöffnen mit Freude und so manchem Aha-Erlebnis verbunden gewesen, weiß der Biesenthaler Pfarrer aus Gesprächen vor Ort.
"Die Stimmung und das Echo sind gut. Deshalb haben wir Lust, auch 2017 wieder einen Adventskalender aufzulegen", wagt Christoph Brust einen Blick voraus. Bei immerhin mehr als 70 Kirchen im Landkreis sollte dies kein Problem sein. Es gebe noch vieles zu entdecken. Zumal Landrat Bodo Ihrke, die Sparkassen-Stiftung und auch die Stiftung "Kirche im Dorf" das Projekt unterstützt und gefördert haben. Bei allen Veränderungen - Kirchen, so hatte Ihrke in seinem Grußwort formuliert, "geben den Menschen weit sichtbar Halt und stiften Identität".