Zum einen war es während des Rückflugs aufgrund von Kraftstoffmangel "zu einer Beeinträchtigung der Triebwerksleistung" gekommen. Zum anderen seien Kollision und folgender Aufprall auf "einen Steuerfehler bei der Rollbewegung zurück in die Normalfluglage" zurückzuführen. Die Entscheidung des Piloten, Kunstflug in Bodennähe durchzuführen, habe zu dem Unfall beigetragen, schlussfolgern die Gutachter nach Auswertung sämtlicher Daten.
Dazu gehören vor allem der minutiöse bzw. sekundengenaue Ablauf der Kunstflugvorführungen an jenem 29. Juni 2013 (etwa anhand von Zuschauervideos), Parameter zum Luftfahrzeug, meteorologische Informationen, Angaben zum Flugplatz sowie Ergebnisse aus der Untersuchung des Wracks, insbesondere des Triebwerks.
Die Zlin Z-526, ein tschechisches Fabrikat, war zum Unfallzeitpunkt in Deutschland "nicht zum Verkehr zugelassen". Insbesondere sei es mit den montierten Zusatzbehältern "nicht für den Kunstflug zugelassen" gewesen, heißt es in dem Abschlussbericht. Der Pilot habe "aus eigenem Antrieb" und "vermutlich zur Selbstdarstellung" über dem Gelände der Motorsportveranstaltung ein Kunstflugprogramm geflogen, urteilen die Sachverständigen. "Unterhalb von 450 Meter hätte ein solches Programm nicht durchgeführt werden dürfen." Zudem wäre in der Nähe von Menschenansammlungen - zum Unglückszeitpunkt waren hunderte Besucher auf dem Areal - eine Genehmigung der zuständigen Behörde erforderlich gewesen. "Ungeachtet der vorgenannten Vorschrift wurde der Kunstflug ohne Zustimmung der Luftaufsichtsstelle in unmittelbarer Flugplatznähe durchgeführt. Eine ausdrückliche Untersagung des Kunstflugs durch die Flugleitung erfolgte nicht", ist im Report zu lesen.
Das Papier endet mit dem Hinweis, dass die Untersuchung der BFU allein der "Verhütung künftiger Unfälle und Störungen" dienen. Es ginge nicht um Schuld.