Beworben hatte sich die Dorfkita allerdings mit einem anderen Projekt. Mit dem Projekt "Interkultur - rund um die Welt" nämlich, wie Kita-Leiterin Grit Naß erzählte. Ende 2014 betreute die Einrichtung einen kleinen Jungen aus Kenia. Im Rahmen des Projektes beschäftigten sich die Mädchen und Jungen intensiv mit dem Land in Afrika, mit der für sie fremden Kultur. "Und wir haben gemeinsam eine Lehmhütte hier gebaut", so Naß. Denn das Gastkind habe in genau solch einer gelebt - vor der Flucht.
Doch das Ansinnen des Netzwerkes, Kinder für Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zu begeistern sowie den Forschergeist zu wecken, dies sei keine Eintagsfliege. Es sei gelebter Alltag, versicherte Naß. "In jedem Gruppenraum gibt es eine kleine Forscherecke." Überhaupt gelte in der Kita die Devise: Wieso, weshalb, warum? Die Leiterin ermutigte ihre insgesamt 26 Schützlinge: "Nervt eure Erzieherin ruhig weiter, fragt uns Löcher in den Bauch." - "Und bewahrt euch eure Neugier", ergänzte Amtsdirektor Matthes. Die Welt sei - trotz aller Fortschritte - noch immer voller Geheimnisse. Und das Forschen mache ja auch Spaß, so Matthes, selbst Vater eines Abc-Schützen.
Michael Götz bescheinigte Grit Naß und ihrem Team: Die kleine Dorfkita von Golzow gehöre zu den besten "Häusern der kleinen Forscher" im Land. Und vielleicht geht es ja schon bald um Sterne. Die nächste Erzieher-Weiterbildung im November beschäftigt sich mit Astronomie. Die "Zauberlinde" ist dabei.