Eines der beiden Teams von Alpha Kaliningrad siegte ungeschlagen beim 4. Lok-Cup Hallenturnier der Fußballfrauen mit acht Teilnehmern. Den zweiten Platz belegte die Berliner Mannschaft von Medizin Friedrichshain vor den Gastgeberinnen von Lok Eberswalde.
Die 600 Kilometer lange Anreise für die Gäste von Alpha Kaliningrad hat sich gelohnt. Unbesiegt und ohne Gegentor im gesamten Verlauf gewinnen die russischen Gäste das Frauenfußball Hallenturnier des FSV Lok Eberswalde. Da es ihnen bereits im vergangenen Jahr so gut gefallen hatte, waren sie in diesem Jahr mit zwei Mannschaften dabei. Während Alpha Kaliningrad II den Turniersieg perfekt macht, lief es für das erste Team auf Platz sieben nicht ganz so rund.
Bereits in der Gruppenphase zeigt der spätere Turniersieger sehenswerte Kombinationen, nur vergessen sie manchmal einfach das Toreschießen oder scheitern an Latte, Pfosten und gut aufgelegten Torfrauen. Auch die Gastgeberinnen vom FSV Lok Eberswalde überstehen die Gruppenphase ohne Gegentor und ziehen punktgleich mit dem Frauenfußball Club Berlin ins Halbfinale ein. Lediglich die weniger erzielten Treffer verhindern den Gruppensieg der Lok-Damen und so treffen sie dabei schon im Halbfinale auf das enorm starke Team von Kaliningrad II.
Auffällig dabei war, dass ihr Trainer Brain Steppons gar nicht mit auf der Auswechselbank sitzt, sondern das Spielgeschehen ruhig am Rand verfolgt. "Das dient einfach als Lerneffekt und zur Weiterentwicklung der Mannschaft. Draußen ist das nochmal etwas anderes, aber alle Spielerinnen sind alt genug und nach dem Spiel machen wir meist eine kurze Auswertung in der Kabine. Nur wenn es wirklich nötig wird greife ich ein", erzählt der Trainer. Im Halbfinale ist das russische Team jedoch eine Nummer zu groß und die Lok-Damen müssen sich mit 0:2 geschlagen geben. Im zweiten Halbfinale besiegt Medizin Friedrichshain den Frauenfußball Club Berlin mit 1:0, dabei hätte der Sieg auch durchaus höher ausfallen können, doch mehrmals stehen Latte oder Pfosten im Weg.
Einen versöhnlichen Abschluss gab es dann noch für die Gastgeber vom FSV Lok Eberswalde. Im Spiel um Platz drei setzt man sich nach Neunmeterschießen mit 1:3 gegen den Frauenfußballclub Berlin durch und bestätigt den dritten Platz aus dem vergangenen Jahr. "Wenn man sich das Teilnehmerfeld anguckt, dann ist Platz drei top. Wir haben uns im Vergleich zum Vorjahr von der Platzierung nicht verbessert und auch nicht verschlechtert. Ich bin sehr zufrieden, es war ein durchgehend hohes Niveau, einzig ein paar mehr Zuschauer hätte ich mir gewünscht", erzählt Trainer Steppons.
Im Finale steht das Team von Alpha Kaliningrad II wieder wie in der Vorrunde den Frauen von Medizin Friedrichshain gegenüber. Da trennten sich beide 0:0 unentschieden. Doch im Endspiel stehen die Russinnen hinten sicher und nutzen die Torchancen im Angriff eiskalt und holen sich durch einen souveränen 2:0-Sieg über die Friedrichshainerinnen verdient den Titel. "Die Kaliningrader Frauen werden im nächsten Jahr auch sicher wieder dabei sein. Außerdem feiern wir im kommenden Jahr unser 70-jähriges Jubiläum und da werden wir noch ein paar namhafte Gegner einladen und dann hoffen wir, dass es sich ein bisschen mehr herumspricht und wir auch in eine größere Hallen gehen können", erzählt Lok-Coach Brain Steppons mit Blick auf das kommende Jahr.