Mit dem Wind im Rücken übernahm Schönow in diesem Duell der Kreisoberliga aber nach einer guten Viertelstunde zusehends die Kontrolle, ohne aber in Tornähe zu kommen. Mit der ersten Chance, unter großer Unterstützung der Hausherren im schwachen Spielaufbau, fiel dann aber das 0:1. Torschütze war Rik Roelofs, der mit feinem Anspiel von Christoph Spitze zum Alleingang Richtung Tor eingeladen wurde und die Kugel unhaltbar an Heimkeeper Vollmer vorbeischob (23.).
Leidenszeit beginnt
In der Folge begann so etwas wie eine Leidenszeit für Grün-Weiss. Denn viel lief nicht mehr zusammen. Schönow hatte nun leichtes Spiel und erhöhte durch Pascal Bettge, der ebenfalls vollkommen frei zum Torschuss kam und die Kugel an Vollmer vorbei ins Tor schlenzte (27.). Ahrensfelde hatte danach großes Glück, dass sich die Gäste im Auslassen von "Hundertprozentigen" extrem schlampig präsentierten. Christoph Spitze und Rik Roelofs waren dabei die auffälligsten Probanden, welche die Treffer drei und vier hätten erzielen müssen (30., 36.). Nur einmal schaffte es Grün-Weiss im ersten Durchgang zum Torschuss. Florian Redder hatte vielversprechend abgezogen, aber in Gästekeeper Enrico Müller seinen Gegenpart gefunden, der überragend reagierte (43.). So machte Schönow in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit noch das 0:3 durch Hannes Krüger, was schlussendlich den Untergang der Heimtruppe besiegelte (45.+1).
Im zweiten Durchgang brachte Grün-Weiss nun mit Windunterstützung mehr Präsenz auf die Platz, ohne aber Zählbares auf die Rechnung zu bekommen. Schönow hingegen schaltete einige Gänge zurück, verlor auch etwas die Spielkontrolle, kam aber trotzdem noch zum 0:4 (87.). Peter Erdmann war der Torschütze, der einen Foulelfmeter unhaltbar in die Maschen setzte.
"In der ersten Halbzeit haben wir Ahrensfelde klar beherrscht, danach haben wir etwas nachgelassen. Ich denke, das war dann Kopfsache, weil wir uns auf Grund der Schwäche des Gegners zu sicher fühlten. Schlussendlich bin ich zufrieden mit dem Rückrundenauftakt", analysierte Schönows Trainer Tobias Robel den Auftritt seiner Mannschaft kurz nach Spielende.
Heimtrainer Daniel Lüß war natürlich nicht so erfreut über den Vortrag seiner Jungs: "Schönow war natürlich fußballerisch besser, obwohl ich die Partie recht offen gesehen habe. Mit Hacke, Spitze, eins, zwei, drei kommt man natürlich nicht zum Erfolg. Wir sind vor dem Tor einfach zu fahrig."
Ahrensfelde II: Dominik Vollmer – Nico Salvatore Gliese, Stephan Sakawitsch, Robert Herold, Leon Sill, Thomas Ston (46. Andrew Neumann), Christoph Wunder, Tobias Berger, Lamin Ceesay (78. Christian Apt), Willi Lerche, Florian Redder
Schönow: Enrico Müller – Lukas Lang, Rik Roelofs, Hannes Krüger, Christoph Spitze (75. Marcus Cronnenbrock), Enrico Molkentin (58. Paul Balzar), Pascal Bettge (85. Lukas Grybowski), Alexander Brösel, Oliver Höft, Peter Erdmann, Paul Paasche