Der FSV Lok Eberswalde, der Kreisfußballverband und der Kreissportbund verlieren mit Siegmund Kuchta eine schillernde Sportlerpersönlichkeit, der über Jahrzehnte mit großem Einsatz und persönlichem Engagement für den Fußballsport wirkte. "Seine Verdienste sind beispielhaft und werden uns immer in guter Erinnerung bleiben", sagt Rudi Schenk vom FSV Lok Eberswalde.
Kuchta wuchs in Danzig auf, begann als Straßenfußballer, dem runden Leder nachzujagen. Nach dem Krieg verschlug es ihn in den Barnim, 1952 landete er aus beruflichen Gründen in Eberswalde. Hier schloss er sich der BSG Lok Eberswalde an, spielte bis 1957 in der 1. Mannschaft. Zu seinen Mitstreitern gehörten unter anderem Eitel Kressin, Erwin Schmidt, Ernst Hoffmann, Rudi Spitzenberger und Günter Heinold.
Anschließend begann Kuchtas Karriere als Fußballtrainer im Nachwuchsbereich. Seine Verantwortung lag bei den Kindern zwischen zehn und 15 Jahren, eine Kindermannschaft nahm immer am Punktspielbetrieb teil. Kuchta entwickelte viele Talente für den Männerbereich, ja ganze Fußballgenerationen gingen durch seine "Hände" und genossen seine Fürsorge. Das Fritz-Lesch-Stadion war sein zweites Zuhause.
Die 1970er- und 1980-Jahre brachten für den Verein einen großen Aufschwung in der Jugendarbeit, für Kuchta war das eine tolle Zeit und er sah sich in seinen Bemühungen auch bestätigt. Sein Vorbild und seine Arbeit zeigte in breiter Front Wirkung, was noch heute anhält, beziehungsweise zu spüren ist.
Mittlerweile sind es auch die Jugend- und Junioren-Jahrgänge, die dem Verein viel Freude bereiten. Die Entwicklung hat Siegmund sehr aufmerksam verfolgt. Über 40 Jahre stellte Siegmund seine Kraft in den Dienst des Vereins, mit Bewunderung und Freude verfolgt er das aktuelle Geschehen im Verein. "In seinem Sinne zu arbeiten, den eingeschlagenen Weg fortführen, das sind wir unserem Siegmund Kuchta schuldig. Und so wollen wir auch unsere aktuelle Fußballarbeit mit Leben erfüllen", so Rudi Schenk. "Der FSV Lok Eberswalde wird der Persönlichkeit Siegmund Kuchta stets ein ehrendes Andenken bewahren."