Was für ein Gewusel herrschte am Sonnabend auf dem Weihnachtsmarkt in Eberswalde. Schwer zu schätzen, wie viele Leute da unterwegs waren, aber ein paar Tausend dürften es wohl gewesen sein. Es herrschte die Betriebsamkeit, die man von einem Weihnachtsmarkt eben so erwartet. So weit, so gut – für jemanden, der zum ersten Mal auf dem Markt in Eberswalde war, gab es neben den üblichen Buden mit Gastronomie und Gewerbe aber auch noch eine ganze Menge mehr zu entdecken. Lauter Dinge, die sogar aus jemandem, der sonst nicht so auf den Rausch der Vorweihnachtszeit steht, einen echten Weihnachtsmarktfan machen können.

Theater gegen Weihnachtsstress

Da ist zum Beispiel das Theaterzelt, in dem sich die Besucher vom üblichen Weihnachtsmarkttreiben ausklinken können. Ganz entspannt dasitzen, nicht daran denken, was bis zum Heiligabend noch alles eingekauft und erledigt werden muss und sich verzaubern lassen. Von Geschichten, die man teilweise kennt, so aber wahrscheinlich noch nie gesehen hat. Heute Abend um 18 Uhr wird etwa das Stück "Rotkäppchen will nicht schlafen" gezeigt – ein spannendes Abenteuer über Mut, Neugier und eine junge Detektivin.
Eröffnung des Weihnachtsmarktes

Bildergalerie Eröffnung des Weihnachtsmarktes

Raus aus dem Theater kommt man plötzlich an einer Pyramide vorbei, unter der Kinder – und auch Erwachsene – im Stroh toben. Was für eine Szene, am liebsten möchte man sofort mitten hineinspringen und mitmachen – sieht dann aber vielleicht doch etwas komisch aus, wenn man kein Kind mit dabei hat.
In einer Ecke des Marktes steht eine Jurte. Beim Betreten wird man gebeten, doch bitte die Schuhe auszuziehen. Kein Problem, da drin ist es so warm, dass man auch gleich noch den Schal abnimmt und die dicke Jacke auszieht. Bei einem heißen Gewürztee mit oder ohne Honig kann man sich dort in eine der kuscheligen Sitzecken setzen und sich völlig ausklinken. Es herrscht eine unglaublich entspannte und ruhige Atmosphäre in dem Zelt – hier spürt man die Ruhe und Besinnlichkeit, von der an Weihnachten immer die Rede ist, die sich aber nur selten einstellt. "Genau das ist unser Ziel", erzählt Katja Ziebarth, die die Jurte betreibt. Jeden Tag ab 16 Uhr werden dort Märchen vorgelesen.