In puncto Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung erfuhr Kurth: Bis Ende 2015, so der aktuelle Fahrplan, soll die Grundstruktur der "Unterhaltungsämter" stehen. Derzeit gebe es im Osten sechs WSA. Wie viele es künftig sind, bleibe abzuwarten. Relativ sicher sei, dass der Standort Eberswalde erhalten bleibt. "Das WSA Eberswalde ist jetzt schon das größte Binnen-WSA bundesweit - mit 660 Kilometer Wasserstraße und 440 Mitarbeitern", so Münch. Aufgrund des bereits erfolgten Personalabbaus sei es immer schwieriger, allen Aufgaben und Anforderungen gerecht zu werden.
Zum Finowkanal - ein Thema, das die Region wegen der touristischen Bedeutung besonders bewegt - führte Münch aus: Anfang des Jahres habe das WSA die sogenannte Ablösesumme für den Finowkanal ermittelt. Ende April wurde das Material der Generaldirektion der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung übergeben. Derzeit liegt das Zahlenwerk im Verkehrsministerium. Dort rechnet man dem Vernehmen nach jetzt zwei Varianten durch. Und erarbeitet ein Gesprächsangebot. Laut Münch könnten im September die konkreten Verhandlungen zwischen dem Bund und den kommunalen Vertretern der Region zur Zukunft und zum Betrieb des Finowkanals, inklusive Schleusenregime, starten.
Es ist also Bewegung im Kanal. Anders als offenbar im Fall der Ortsumgehung Finowfurt/Eberswalde (Bau der B 167n). Das Planfeststellungsverfahren läuft zwar. Doch ist das Projekt massiv ins Stocken geraten. Denn bislang war man von einer Trassenbündelung B 167n/Oder-Havel-Kanal ausgegangen. Bekanntlich hat das Verkehrsministerium aber den Ausbau der Wasserstraße vorerst gestoppt bzw. zurückgestellt. Die Planungen zum Knoten, zur Schnittstelle zwischen Straße und Kanal sind damit zunächst Makulatur. Konsequenz: Der Straßenbau würde sich erheblich verteuern. "Wir haben den Ausbau der Havel-Oder-Wasserstraße für den Bundesverkehrswegeplan 2015 wieder angemeldet", so Münch. Ein Beschluss aber stehe aus. So ist derzeit wegen der Diskrepanzen innerhalb des Verkehrsministeriums ein Termin zum Baubeginn der B 167n völlig offen, resümiert Daniel Kurth.